Osnabrück  Übergewinnsteuer: SPD-Chefin Esken will Energiekonzernen an Gewinne

Tobias Schmidt
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Von Tobias Schmidt
| 29.07.2022 01:15 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
SPD-Parteichefin Saskia Esken will nicht zulassen, dass Energiekonzerne Krisengewinne einfahren. Foto: dpa/Kay Nietfeld
SPD-Parteichefin Saskia Esken will nicht zulassen, dass Energiekonzerne Krisengewinne einfahren. Foto: dpa/Kay Nietfeld
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Dass sich Konzerne an der Krise bereichern, bezeichnet SPD-Parteichefin Saskia Esken als „große Ungerechtigkeit“. Sie kündigt einen neuen Anlauf für eine Übergewinnsteuer an.

Die SPD will den Widerstand des Koalitionspartners FDP gegen einen Übergewinnsteuer ausräumen: „Die SPD wird einen neuen Anlauf nehmen, eine Übergewinnsteuer für Konzerne einzuführen, die sich an der Krise bereichern“, sagte Parteichefin Saskia Esken im Interview mit unserer Redaktion. „Es ist nicht hinzunehmen, dass Energiekonzerne Krisengewinne einfahren in einer Zeit, in der der Staat Gasversorger mit einer solidarischen Preisumlage stabilisiert oder gar mit Steuergeldern. Das wird zu Recht als große Ungerechtigkeit empfunden.“

FDP-Chef und Finanzminister Christian Lindner ist bislang gegen eine Übergewinnsteuer, unter anderem, weil sie nicht passgenau anzuwenden sei.

„Ich kenne die Einwände von Herrn Lindner“, sagte Esken dazu, betonte aber: „Dass Unternehmen ohne eigene Leistung von der Krise profitieren ist eine Schieflage, an die wir ranmüssen. Mehrere Länder haben längst eine Übergewinnsteuer eingeführt.“ Sie verwies darauf, dass „der Tankrabatt von den Mineralölkonzernen in den ersten Wochen nicht in vollem Maße an die Verbraucher weitergegeben worden ist“.

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