Vorschau auf Fußball-Bezirksliga  Wegen vier Ex-Spielern trainiert Mühlenbrock den SVW

Theo Gerken
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Von Theo Gerken
| 25.07.2022 14:50 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Mit zehn Neuzugängen geht der SV Wallinghausen in die Bezirksligasaison (ab stehend von links): Co-Trainer Markus Dahlke, Julian Schneemilch, Malte Folkers, Lukas Günsel, Bertony Konda, Hendrik Schulz, Trainer Ewald Mühlenbrock, (sitzend von links) Torben Bender, Pascal Meyer, Phillip Grensemann, Finn Ottersberg und Henrik Siefkes. Foto: Gerken
Mit zehn Neuzugängen geht der SV Wallinghausen in die Bezirksligasaison (ab stehend von links): Co-Trainer Markus Dahlke, Julian Schneemilch, Malte Folkers, Lukas Günsel, Bertony Konda, Hendrik Schulz, Trainer Ewald Mühlenbrock, (sitzend von links) Torben Bender, Pascal Meyer, Phillip Grensemann, Finn Ottersberg und Henrik Siefkes. Foto: Gerken
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Bei der 1. Herren des SV Wallinghausen hat sich viel getan. Zehn neue Spieler haben sich dem Team angeschlossen, auch der Trainer ist neu. Eines bleibt aber.

Wallinghausen - „Ich hätte keine andere Mannschaft im Herrenbereich übernommen.“ Ewald Mühlenbrock, seit dem 1. Juli Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Wallinghausen, ist von seiner neuen Aufgabe überzeugt. Enorm wichtig bei seinem Engagement war ihm, dass vier Spieler aus seiner Zeit als Jugendtrainer in Großefehn weiter für den SVW auflaufen werden. „Ohne Marten Ackermann, Jann Kramer, Jasper Mühlenbrock und Tim Alberts hätte ich das Amt nicht übernommen, eigentlich konnte ich mir eine solche Aufgabe im Herrenbereich gar nicht vorstellen“, macht Ewald Mühlenbrock deutlich.

In Wallinghausen ist er Nachfolger einer „Trainerlegende“: 17 Jahre lang war Sven Bünting für das Team aus der Auricher Ortschaft, die sich dörflichen Charakter noch erhalten hat, zuständig. „Sven macht Pause“, kommentierte Ewald Mühlenbrock. Einen Abstieg aus der Bezirksliga hatte die Mannschaft in der letzten Saison schon frühzeitig nach der Vorrunde mit der Qualifikation für die Aufstiegsrunde vermieden. „Wir sind ein Dorfverein ohne finanzielle Mittel“, stellt Mühlenbrock klar, und dann hat er noch einen Wunsch: „Am schönsten sind Tore für uns direkt vor der Grillbude, das wäre gigantisch.“

So tickt der Trainer

„Die Zeiten mit dem Schwerpunkt Ausdauerbereich sind vorbei, das Spiel ist schneller und taktisch stärker geworden. Es gibt vom DFB sensationelle Übungsvorschläge“, so der neue Trainer des SVW, gearbeitet wird mit dem Ball. Für Ewald Mühlenbrock sind Unzuverlässigkeiten und Unwahrheiten nicht akzeptabel: „Ich bin ein offener Mensch zu beiden Seiten, Kritik hinter dem Rücken kommt für mich nicht in Frage.“

Im Herrenbereich war Mühlenbrock bislang nicht als Trainer tätig, dafür sehr erfolgreich mit den Jugendteams des SV Großefehn. Vor acht Jahren ist er dort mit der C-Jugend angefangen, hat mit den Jungen leistungsorientiert zwölf Monate lang dreimal die Woche trainiert und ist dann sowohl mit der B-Jugend als auch mit der A-Jugend in die Landesliga aufgestiegen. Dann hörte er wegen einer schweren Erkrankung seiner Frau auf. Selbst Fußball gespielt hat Ewald Mühlenbrock bis zur D-Jugend bei Eintracht Ihlow, danach bei der SpVg Aurich (Bezirksliga). Weitere Stationen waren die Landesliga beim SV Wilhelmshaven, fünf Jahre in der Bezirksliga beim FC Norden, danach war er noch bei Germania Wiesmoor und dem SV Wittmund aktiv. In Wallinghausen wird zweimal pro Woche trainiert.

Veränderungen im Kader

Zehn neue Spieler mit positiven Perspektiven stehen dem Abgang von Alexander Geis zum TuS Middels entgegen. Aus familiären Gründen wechselte zudem Jannes Hagena nach Tannenhausen.

Als sehr vielversprechend beurteilt Trainer Mühlenbrock den Zugang von Henrik Siefkes vom BSV Kickers Emden. „Hendrik Schulz und Bertony Konda verhalten sich bei uns charakterlich einwandfrei, sie sind sehr trainingsfleißig“, äußern sich Mühlenbrock und sein Co-Trainer Markus Dahlke.

Das sind die Ziele

Das Erreichen eines einstelligen Tabellenplatzes hat sich der SV Wallinghausen zum Ziel gesetzt. Als Favoriten auf die Meisterschaft werden der TV Bunde, der TuS Pewsum, TuRa Westrhauderfehn und der SV Holtland gesehen.

Unsere Prognose

Der jungen Mannschaft – 40 Prozent sind unter 20 Jahre alt, weitere 40 Prozent unter 25 – ist ein Platz im sicheren Mittelfeld zuzutrauen. Allerdings gehören viele Studenten, die nicht regelmäßig am Training teilnehmen können, zum mit 31 Aktiven recht großen Kader. Da hat Trainer Ewald Mühlenbrock wahrscheinlich öfter als ihm lieb ist die Qual der Wahl. Eine eingespielte Mannschaft zu formen, ist dabei eine Herkulesaufgabe.

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