Emder Sieg beim Ostfriesland-Cup Drei Kickers-Tore bei Generalprobe zum Liga-Auftakt
Der BSV Kickers Emden gewinnt beim SV Jheringsfehn mit 3:0 und zieht damit ins Halbfinale im Ostfriesland-Cup ein. Der Trainer zeigte sich mit dem Resultat nicht zufrieden.
Jheringsfehn - Regionalliga-Aufsteiger BSV Kickers Emden hat vor 250 Zuschauern das Halbfinale des Fußball-Ostfriesland-Cups errreicht, aber seinen Trainer Stefan Emmerling nicht restlos glücklich gemacht. „Gegen einen Bezirksligisten erwarte ich einfach mehr Tore“, sagte der Coach zum 3:0-Erfolg über den Bezirksliga-Aufsteiger SV Jheringsfehn/Stikelkamp/Timmel eine Woche vor dem Liga-Auftakt gegen Weiche Flensburg.
„Wir tun uns immer schwer gegen Gegner, die den Bus in der eigenen Hälfte parken.“ Am Abwehrbollwerk der kampfstarken Gastgeber bissen sich die Emder lange Zeit die Zähne aus. So geriet die Generalprobe für den Regionalliga-Auftakt zu einer zähen Angelegenheit. Allerdings fehlten bei Kickers auch immer noch Leistungsträger wie Torjäger Tido Steffens, Holger Wulff und Milad Faqiryar. Sie alle aber sollen in einer Woche zurück im Kader sein.
Verlierer war zufrieden
Die Treffer der Emder erzielten Ayo Adeniran mit einem herrlichen Freistoß (23.), Gabrielo Bamezuon (68.) und André N‘Diaye mit einem schönen Sololauf (83.). Mehr Tore ließ der einsatzfreudige Bezirksliga-Aufsteiger nicht zu. So ließ das Resulat den Verlierer am Ende eher lächeln als den Sieger. Schließlich hatte der Außenseiter die Vorgabe des SV-Co-Trainers Sven Kleemeyer perfekt erfüllt. „Wir würden gerne weniger als fünf Gegentore kassieren“, hatte Kleemeyer vor der Partie gesagt.
Sven Kleemeyer agierte an der Seitenlinie in Vertretung des verreisten Cheftrainers Uwe Welzel. Dieser hatte vor drei Jahren gemeinsam mit Uwe Langheim den BSV Kickers von der Landesliga in die Oberliga geführt und sich auf das Duell im Ostfriesland-Cup gegen seinen Ex-Klub gefreut. Nun musste er sich in Österreich mit Internetformationen von der Partie begnügen.
Tolles Freistoßtor zum 0:1
Der hohe Favorit hatte zwar permanent den Ball, erspielte sich zunächst aber kaum Chancen und hatte Glück, dass der Fehntjer Reyk de Buhr bei einem Konter freistehend den Ball nicht richtig traf. So ging Kickers durch einen herrlichen Freistoßtreffer von Ayodeji Adeniran mit 1:0 in Führung. Unter den Augen seines Vaters Adebisi Adeniran, der mit einer US-Auswahl im Nordwesten Deutschlands weilt, hob er den Ball herrlich über die Mauer ins Netz.
Nach dem Wechsel vergab Reyk de Buhr die große Chance zum 1:1. Er setzte sich geschickt gegen Mick Köster durch, scheiterte dann aber freistehend an Torhüter Joachim Groenewold. „Schade, ich musste leider mit meinem schwächeren linken Fuß schießen“, sagt de Buhr. „Das Spiel hat Spaß gemacht, aber es ärgert mich ein bisschen, dass ich das 1:1 verpasst habe.“
Ab der 60. Minute wurde die Kickers-Dominanz eklatanter und die Zahl der Chancen nahm zu. Nach einer schönen Kombination vollendete Gabriel Bamezon zum 2:0, ehe André N‘Diaye per Einzelleistung den Schlusspunkt setzte. Kickers-Trainer Stefan Emmerling zeigte sich am Ende nicht ganz zufrieden, aber dennoch zuversichtlich. „In einer Woche wird meine Mannschaft ein geiles Spiel gegen Weiche Flensburg zeigen.“