Dreharbeiten zum Friesland-Krimi  Stadt Leer wird wieder zur Filmkulisse

Rieke Heinig
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Von Rieke Heinig
| 18.07.2022 17:06 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Bald heißt es in Leer wieder: „Achtung, Kamera!“ Foto: Wolters/Archiv
Bald heißt es in Leer wieder: „Achtung, Kamera!“ Foto: Wolters/Archiv
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Die Dreharbeiten zu zwei neuen Teilen der Friesland-Krimis haben in Ostfriesland am Montag begonnen. An diesen fünf Orten hat man gute Chancen, die Schauspieler in Aktion zu sehen.

Leer - Achtung, Kamera: In der Stadt Leer sind ab dieser Woche wieder Filmteams unterwegs. Seit Montag stehen Sophie Dal und Maxim Mehmet dort für die ZDF-Samstagskrimireihe „Friesland“ vor der Kamera. Es werden zwei Filme mit den Arbeitstiteln „Landfluchten“ und „Feuerteufel“ gedreht. In „Landfluchten“ ermitteln Streifenpolizistin Süher Özlügül (Sophie Dal) und ihr Kollege Henk Cassens (Maxim Mehmet) im Mord an dem Gründer einer Bürgerinitiative, die sich gegen den zunehmenden Tourismus in Ostfriesland wehrt. In „Feuerteufel“ erschüttert eine Brandserie mit zwei Toten die Stadt Leer.

Was und warum

Darum geht es: Fünf Tipps, wo man die Schauspieler der Friesland-Krimis mit hoher Wahrscheinlichkeit entdecken kann.

Vor allem interessant für: Krimi-Fans

Deshalb berichten wir: Die Dreharbeiten zu zwei neuen Folgen haben in dieser Woche begonnen.

Die Autorin erreichen Sie unter: r.heinig@zgo.de

Für Touristen in der Stadt Leer sind die Filmkulissen ein beliebter Anziehungspunkt. Und auch Bürgerinnen und Bürger lassen es sich nicht nehmen, beim Filmen zuzusehen. Die laufenden Dreharbeiten hat die Redaktion daher zum Anlass genommen, fünf Drehorte vorzustellen, an denen die Chancen, die Schauspieler in Aktion zu sehen, am besten sind.

Bibliothek wird zum Polizeipräsidium

Wer das Filmteam in Aktion sehen möchte, sollte sich bei der Stadtbibliothek Leer auf die Lauer legen. Diese dient als Kulisse für das Polizeipräsidium. Direkt angrenzend an den Vorplatz der Stadtbibliothek kann man einen Blick in den Wilhelminengang – eine weitere Filmkulisse – werfen. Auch dieses Mal werde dort laut Produktionsfirma gedreht. „Die Bibliothek bleibt während der Dreharbeiten aber geöffnet“, sagt Helga Janßen-Türk. Sie ist dort Mitarbeiterin.

Das Polizeipräsidium aus den Krimis ist eigentlich die Leeraner Stadtbibliothek. Foto: Stadt Leer
Das Polizeipräsidium aus den Krimis ist eigentlich die Leeraner Stadtbibliothek. Foto: Stadt Leer

Manchmal müssten die Kunden während gefilmt wird zwar ein paar Minuten warten, aber das sei für die meisten kein Problem. „Manche Leute kommen sogar extra dafür her“, so Janßen-Türk. Die Innenaufnahmen dagegen werden in einem Kölner Studio gedreht. „Wenn man genau hinsieht, findet man zahlreiche Requisiten in der Polizeistation, die mit Leer in Verbindung stehen“, so Martina Salie vom Leeraner Stadtmarketing. Das seien beispielsweise Poster, Tischbanner und Wappenteller an der Wand.

Im Wilhelminengang wurden bereits mehrere Szenen für die Friesland-Krimis gedreht. Foto: Stadt Leer
Im Wilhelminengang wurden bereits mehrere Szenen für die Friesland-Krimis gedreht. Foto: Stadt Leer

Von der Frittenbude zur Apotheke

Seit einigen Folgen wird die „Frittenzeit“ an der Ecke Rathausstraße/Brunnenstraße als Außenkulisse für die Apotheke von Insa Scherzinger genutzt. Da sie auch in diesen beiden Teilen eine wichtige Rolle spielen wird, ist die Chance groß, dort bei den Dreharbeiten zuschauen zu können.

„Während der Drehs sind Intervallsperrungen in diesem Bereich möglich. Das heißt: Fußgänger, Auto- und Fahrradfahrer müssen sich zwei bis drei Minuten gedulden, bevor sie weiterfahren oder -gehen können“, so Salis.

Im Bestattungsinstitut werden Immobilien verkauft

Wer in der Kirchstraße 5 nach dem Bestattungsinstitut Habedank, inklusive Cannabis-Plantage im Keller, sucht, muss an dieser Stelle leider enttäuscht werden. Denn eigentlich befinden sich hier die Unternehmen „D&Z Immobilien“ und „Hausverkauf Nordwest“. „Während der Dreharbeiten müssen wir unsere Büros schließen. Aber das ist nicht schlimm, wir machen das gerne“, sagt Igor Zimmerling von „D&Z Immobilien“.

Dieses Gebäude dient als Außenansicht des Bestattungsinstituts. Foto: Privat
Dieses Gebäude dient als Außenansicht des Bestattungsinstituts. Foto: Privat

Andauernd kämen Fans der Krimi-Reihe vorbei, um Fotos zu machen. „Wir werden immer wieder gefragt, ob es das Bestattungsinstitut und den Keller hier wirklich gibt“, so Zimmerling. Das müsse verneint werden. „Wir haben nicht einmal einen normalen Keller“, sagt er lachend. Weil Bestatter Wolfgang Habedank, eine wiederkehrende Figur in den Friesland-Krimis, im neuen Teil „Landfluchten“ eine Leiche findet, ist es möglich, dass das Gebäude in der Kirchstraße wieder als Drehort fungiert.

Hafenspeicher beliebter Ort bei Schauspielern

Auf den Spuren von Henk Cassens, Süher Özlügül, Insa Scherzinger und Jan Brockhorst sollten sich Promi-Jäger die Leeraner Uferpromenade nicht entgehen lassen. „Auch hier wurden bereits mehrere Szenen für die Friesland-Krimis gefilmt“, so Salis.

Abseits der Dreharbeiten kann man außerdem mit etwas Glück die Schauspielerinnen und Schauspieler abends beim Hotel Hafenspeicher antreffen.

Ausflug ins Rheiderland

Die Dreharbeiten führen das Filmteam für die beiden neuen Streifen dieses Mal auch ins Rheiderland. So steht im Hafen von Weener die Fischbude, an der wieder gefilmt werden wird. In den Filmen ist sie allerdings am Hafen von Leer verortet. Außerdem könnte man in Bunde Glück haben, die Ermittler in Aktion zu sehen: „Zwei Höfe dort werden zu Tatorten“, so die Produktionsfirma. Welche genau das sind, könne man nicht mitteilen.

Krimi-Fans können noch bis zum 5. August Dreharbeiten in Leer und Umgebung beobachten. Dann sind diese in Ostfriesland abgeschlossen. Sendetermine für die beiden neuen Filme stehen laut Produktionsfirma noch nicht fest. Alte Folgen können im Internet in der ZDF-Mediathek angeschaut werden.

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