Corona-Pandemie SPD und Grüne sollten mal auf den Tisch hauen
Die Corona-Weisen haben gesprochen und lassen Ratlosigkeit zurück. Nun dürfte der Streit erst richtig losgehen.
Die Ergebnisse des Corona-Gutachtens sind dürftig. Weil in den Wellen viele Maßnahmen gleichzeitig ergriffen wurden, lässt sich die einzelne Wirkung nicht sauber feststellen. Ebenso absehbar war die Reaktion der FDP: Ohne Beweise für die Effizienz bestimmter Regeln werde es mit ihr keine tiefgreifenden Grundrechtseingriffe mehr geben. Wie Bitte?
Bei aller berechtigten Kritik an der dürren Datengrundlage der Befunde gibt es doch wichtige Erkenntnisse. Ob Lockdown, Zugangsbeschränkungen für Ungetestete oder Ungeimpfte oder eben Masken: Das alles wirkt besonders gut, wenn es früh kommt und wenn die Bevölkerung mitmacht. Wenn also das Ziel lautet, eine neue gefährliche Welle, falls sie denn kommt, rasch zu brechen, vermeidbare Todesfälle und überlastete Kliniken zu verhindern, kann das ja nur heißen, die Instrumente rechtzeitig bereitzustellen und passgenau dort anzuwenden, wo es brennt.
Die Devise der Liberalen hingegen lautet: Weil ich das Feuer nicht will, will ich keinen Feuerlöscher. Dabei steigt schon jetzt die Zahl der Corona-Intensivpatienten wieder deutlich an. Es ist höchste Zeit, dass SPD und Grüne in der gemeinsamen Regierung mal auf den Tisch hauen. Sonst sind sie mitverantwortlich, wenn im Herbst kein Instrumentarium parat liegt, wochenlang gestritten wird oder – wenn es ganz hart kommt – doch wieder Schulen geschlossen werden.
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