Nach Termin mit Baufirmen Kickers Emden startet Montag mit Platzsanierung
Bei Kickers Emden beginnt am Montag das große Projekt „Platzsanierung“. Allerdings sind noch viele Fragen auch bezüglich des Spielplanes offen.
Emden - Am Starttermin wird nicht mehr gerüttelt. Kickers Emden beginnt wie geplant am Montag mit den Sanierungsarbeiten im Ostfriesland-Stadion. „Am Montag geht es definitiv los“, versicherte Vorsitzender Dr. Jörg Winter, nach dem sich der Vorstand am Donnerstagabend noch einmal intensiv mit den beteiligten Firmen austauschte. Dabei hat Kickers aktuell die ähnlichen Probleme wie jeder Bauherr, nämlich die stark gestiegenen Kosten sowie Unsicherheiten im Personalbereich aufgrund der Pandemie.
Die Emder haben von den Baufirmen auch noch keinen genauen Endtermin der Maßnahme mitgeteilt bekommen. „Ich hoffe, dass wir nach den ersten Arbeiten Mitte der nächsten Woche etwas klarer sehen. Momentan fehlt es an verbindlichen Aussagen“, erklärte Dr. Winter. Zwar seien schon vorab auch Bodenproben genommen worden, aber ein endgültiges Urteil könnten die Unternehmen erst nach weiteren Untersuchungen vornehmen. Zunächst werden die Firmen am Montag mit vorbereitenden Arbeiten rund ums Spielfeld beginnen. Dabei geht es zum Beispiel auch um Leitungen für die Drainage oder um die Elektrik für die neue Flutlichtanlage.
Zwei Varianten im Gespräch
„Es müssen noch ganz viele offene Fragen geklärt werden. Daher ist Stand heute auch noch nicht sicher, wo wir die ersten Spiele austragen werden“, erklärte der Kickers-Boss. Eine Variante ist, dass die Firmen bis spätestens Mitte August die Arbeiten beenden könnten. Dann müssten die Emder versuchen, das Heimrecht in den ersten beiden Heimspielen (gegen Flensburg und Havelse) zu tauschen, bei den beteiligten Vereinen hat Kickers bereits vorgefühlt. Eine endgültige Entscheidung wird dann auf dem Staffeltag fallen müssen, der ist momentan aber noch nicht terminiert.
Sollten die Arbeiten nicht bis Mitte August abgeschlossen werden können, ist auch eine Option, die ersten Partien noch auf dem alten Rasen zu bestreiten. Wie die Bauarbeiten dann weiter gehen würden, müsste mit den Firmen dann später abgesprochen werden. Neben der Terminproblematik bereiten natürlich vor allem die gestiegenen Kosten große Sorgen. Laut Dr. Winter gehen die Firmen aktuell von Mehrkosten in Höhe von rund 20 Prozent aus, insgesamt waren für die Sanierung 350.000 Euro veranschlagt worden. Neben Eigenmitteln kann Kickers mit Zuschüssen von der Stadt, dem Sportbund sowie dem Landessportbund rechnen. „Die Mittel sind natürlich auch ganz klar zweckgebunden. Daher muss ganz genau gearbeitet werden, sonst gäbe es Probleme mit den Fördermitteln“, so Dr. Winter.
Die gestiegenen Kosten seien zwar erheblich, aber der Vorsitzende ist zuversichtlich, auch das stemmen zu können. „Natürlich haben wir auch schon mit den Partnern gesprochen. Es gab Gespräche mit unserem Wirtschaftsbeirat, wir werden das irgendwie hinbekommen“, hofft Dr. Winter, in Kürze die ersten Erfolge auf einem neuen Rasen im Ostfriesland-Stadion in der Regionalliga bejubeln zu können.
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