Für die Ehre Hoheitliche Aufgabe schützen
Samstags geht es in unserer Kolumne immer ums Ehrenamt. Diesmal stehen Angriffe auf Ehrenamtliche im Mittelpunkt.
Da ist es wieder. Das Thema, welches immer wiederkehrt und wohl nie ein Ende findet. Gewalt gegen Einsatzkräfte. In den Medien wurde es breitgetreten, besonders zum Symposium „Stoppt die Aggressivität“ auf der Interschutz, die Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen, Bevölkerungsschutz und Sicherheit, in der vergangenen Woche – mit dem Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes, Karl-Heinz Banse, und Innenminister Boris Pistorius. Und es ist gut, dass es breitgetreten wird!
Besonders ehrenamtlichen Einsatzkräften, die ihre private Zeit opfern, um anderen Menschen zu helfen, fällt es schwer, wenn sie bedroht, angepöbelt oder sogar körperlich angegangen werden. Es passiert nicht oft, aber wenn, dann sitzen verbale Schläge tief und haben auch schon dafür gesorgt, dass Einsatzkräfte die Feuerwehr verlassen haben.
Wir denken, es passiert nicht oft, allerdings wird die Dunkelziffer von Angriffen gegenüber ehrenamtlich aktiven Einsatzkräften sehr hoch liegen. Besonders, wenn man sich eventuell aus der Stadt oder dem Dorf kennt, wird auf ein Gespräch über die Vorfälle oder eine Anzeige verzichtet, um keinen Ärger zu haben. Wer hat aber denn damit angefangen?! Und wer überschreitet eine Grenze, die nicht zu überschreiten ist?!
Führungskräfte der Feuerwehr und die Kommunen sollten Einsatzkräfte ermutigen, die Täter anzuzeigen. Ich bin mir sicher, dass die Zahlen der Übergriffe dann rückläufig werden. Bei verbalen Auseinandersetzungen kann vielleicht auch ein Gespräch zwischen der Führungskraft und dem Täter helfen – durch Aufklärung. Allerdings ist spätestens bei körperlicher Bedrohung Schluss.
Wenn wir zu einem Einsatz ausrücken, übernehmen wir eine hoheitliche Aufgabe, die es zu schützen gilt! Da haben sich auch Träger und Führungskräfte zu beteiligen. So sagte bereits Athos zu D’Artagnan „Hast du es vergessen, einer für alle und alle für einen.“
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