Reparatur nach Unfall Fehntjer Fokko wird „Privatpatient“
Am Mittwoch hat der Rhauderfehner Bauhof die Plattform, auf der das Beton-Maskottchen Fokko stand, aus der 1. Südwieke gehoben. Sie und Fokko sollen nun repariert werden. Es gibt aber noch Fragen.
Rhauderfehn - Fast zwei Monate nach dem Unfall mit Fokko hat der Bauhof jetzt die Plattform, auf dem das 718 Kilo schwere Maskottchen stand, aus der 1. Südwieke gehoben. „Wir wollen nicht länger warten“, sagt Rhauderfehns Bürgermeister Geert Müller. Nun soll der zum Fehn-Jubiläum im Jahr 2019 von einer Nachbarschaft geschaffene Koloss repariert werden.
Wer die Kosten übernimmt, ist indes noch nicht ganz klar. „Wir haben noch keinen verbindlichen Bescheid von der Versicherung bekommen“, sagt Müller. Allerdings gehe er davon aus, dass die Versicherung des Unfallverursachers für die Kosten aufkommen werde. Die würden an einen fünfstelligen Euro-Bereich herankommen.
Mit Versicherung noch nicht geklärt
Zur Erinnerung: Von einem Parkplatz an der 1. Südwieke ist am 4. Mai ein Lastwagen rückwärts in den Kanal gerollt. Gegen Mittag beim Entladen machte sich das Fahrzeug selbstständig, wie die Polizei das Unglück zusammenfasste. Die Frau, die auf der Laderampe stand, konnte sich durch eine Seitentür in Sicherheit bringen und wurde nicht verletzt. Auch weitere Verkehrsteilnehmer, die dort unterwegs waren, kamen nicht zu schaden. Im Kanal rammte der führerlose Lastwagen das Maskottchen und beschädigte auch das Podest, in dem ein Motor für Umdrehungen sorgt, schwer.
Seitdem liegt Fokko im Bauhof der Gemeinde im Gewerbegebiet in Rhaudermoor. Schon am Tag nach dem Unfall versprachen Heiner Fennen und Uwe Braak, die zu der Erbauergruppe von Fokko gehören, dass sie die 2,18 Meter große und 718 Kilo schwere Betonstatue wieder aufbauen wollen. Nun ist es bald soweit. Am Mittwochmorgen standen beide an der 1. Südwieke und unterstützten die Bauhof-Mitarbeiter beim Heben des Podestes. Das soll bei einer Firma in Rhauderfehn repariert werden. „Das hat acht Ausleger und bis auf zwei sind alle verzogen“, bilanziert Erbauer Uwe Braak den Schaden. Die Basis für die Plattform war ein Drehlager, das Braak auf einem Schrottplatz gefunden hat. Von welchem Fahrzeug und welches Fabrikat ist unbekannt. „Die ganze Konstruktion muss im Prinzip neu gefertigt werden.“
Fokko im„Krankenhaus“
Und auch Fokko selbst soll wieder instand gesetzt werden. Die Pfeife ist abgebrochen, die Füße sind beschädigt und das Gesicht hat ein paar Dellen abbekommen, nannte Braak die Schäden: „Nichts schlimmes.“ Anschließend müsse der Koloss noch neu lackiert und verzinkt werden. Denn kleine Risse könnten bei Frost dafür sorgen, dass Fokkos „Haut“ aufplatzt.
Nun liegt er noch im „Krankenhaus“ im Bauhof, scherzt Braak und fügt hinzu: „Nach meinem Urlaub holen wir den ab. Dann behandeln wir ihn exklusiv als Privatpatient.“
In der Werkstatt an seinem Haus an der 1. Südwieke ist der Koloss einst geschaffen worden – und stand, bis die Gemeinde Rhauderfehn ihn gekauft hat, auch dort auf dem Podest im Kanal.
Lastwagen hängt in Wieke fest
Maskottchen Fokko kehrt bald zurück
Fokko ist endlich wieder auf der 1. Südwieke