Berlin  „Das war‘s“: Bundeskanzler Scholz irritiert mit Aussage bei G7-Pressekonferenz

Jakob Patzke
|
Von Jakob Patzke
| 28.06.2022 21:51 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Kanzler Olaf Scholz ließ die Nachfrage einer Journalistin unbeantwortet. Foto: dpa/Peter Kneffel
Kanzler Olaf Scholz ließ die Nachfrage einer Journalistin unbeantwortet. Foto: dpa/Peter Kneffel
Artikel teilen:

Bei der abschließenden Pressekonferenz zum G7-Gipfel im bayerischen Elmau hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) die Frage einer Journalistin mit irritierenden Aussagen unbeantwortet gelassen. Im Internet erntete er dafür reichlich Kritik, den Vorwurf der Arroganz wies eine Regierungssprecherin zurück.

Die Bundesregierung hat Vorwürfe am Auftreten von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bei der Abschlusspressekonferenz des G7-Gipfels am Dienstag in Elmau zurückgewiesen. Gefragt, wie sie auf den Vorwurf reagiere, Scholz habe dort arrogant auf die Frage einer Journalistin reagiert, antwortete die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Hoffmann am Mittwoch in Berlin: „Den Vorwurf kann ich natürlich nur zurückweisen an dieser Stelle.“

Zum Abschluss des G7-Gipfels in Bayern hatte sich Scholz nochmals den Fragen der anwesenden Journalisten. Eine Reporterin der „Deutschen Welle“ erkundigte sich in diesem Zusammenhang, ob Scholz näher auf die versprochenen Sicherheitsgarantien für die Ukraine eingehen könne.

Der Kanzler entgegnete daraufhin nur ein kurzes „Ja, könnte ich.“ Begleitet wird seine Aussage von vereinzeltem Gelächter im Publikum. Nach einer kurzen Pause sagt Scholz „Das war‘s“ und verlässt das Podium.

Bei der Reporterin handelt es sich um die Journalistin Rosalia Romaniec, die sich wenig später auf Twitter zu dem Vorfall äußerte. „Echt schade, Herr Bundeskanzler, als ich Deutsch gelernt habe, wurde mir für Pressekonferenzen dringend die Höflichkeitsform empfohlen.“ Zudem sei die Frage schon ernst gemeint gewesen.

Unter dem Post erhält Romaniec vor allem Zustimmung. „Das war ziemlich arrogant“, schreibt eine Twitter-Nutzerin. „Mir ist das sehr, sehr peinlich. Dürfte ich mich vielleicht an seiner Stelle bei Ihnen entschuldigen“, eine andere. Doch es gibt an Stimmen, die sich mit Scholz solidarisieren. „Sicherheitsgarantien in einem laufenden Krieg öffentlich zu diskutieren halte ich für sehr gewagt, denn sie könnten ein Land schon während des Krieges mit ins Kriegsgeschehen ziehen“, schreibt ein Twitter-User.

Ähnliche Artikel