DLRG warnt In Ostfriesland fehlen die Bademeister
Wegen der Corona-Pandemie haben viele Schüler nicht schwimmen gelernt. Zusätzlich wurden kaum Rettungsschwimmer ausgebildet. Eine gefährliche Kombination.
Ostfriesland - Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) schlägt Alarm: Vielerorts werden händeringend Bademeister gesucht. Das ist vor allem für Nichtschwimmer gefährlich. Das Problem zeichnet sich auch in Ostfriesland ab. „Die Lage ist angespannt, aber nicht aussichtslos“, sagt Benjamin Buserath von der Bezirksstelle Ostfriesland der DLRG. Auch hier fehle es vereinzelt an Schwimmmeistern. Allerdings fehle es insgesamt an Aufsichtspersonal. „Auch das Stammpersonal in den Bädern ist rar“, sagt Buserath. Wegen der Lockdowns in den letzten zwei Jahren seien viele Bademeister abgesprungen und hätten sich einen neuen Beruf gesucht.
Hinzu komme, dass wegen der Corona-Pandemie auch keine neuen Schwimmmeister ausgebildet worden seien. „Normalerweise wurde das fehlende Personal in den Bädern im Sommer immer mit Rettungsschwimmern aufgefüllt“, erklärt Buserath.
Bäder müssen Öffnungszeiten anpassen
Auf der anderen Seite hätten wegen der Lockdowns auch Schülerinnen und Schüler das Schwimmen nicht lernen können. Der DLRG geht von zwei kompletten Jahrgängen aus, die nicht schwimmen können. „Das ist ein unglückliches Zusammenspiel“, sagt der DRLG-Sprecher. Das könne schnell gefährlich werden. „Die Corona-Pandemie wird uns wohl noch länger Kopfschmerzen bereiten.“
Zwar musste bisher noch kein Bad in Ostfriesland wegen Personalmangels komplett schließen. „Aber es gibt Bäder, die ihre Öffnungszeiten angepasst haben“, sagt Buserath. Auch das Van-Ameren-Bad in Emden hat erst nach monatelanger Suche Verstärkung gefunden. Nach zwei Jahren konnte das Bad seine Öffnungszeiten wieder erweitern.