Berlin  Statt 9-Euro-Ticket: Bundesregierung erwägt wohl Einführung eines Klima-Tickets

AFP
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Von AFP
| 27.06.2022 16:23 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Das 9-Euro-Ticket läuft noch bis einschließlich August. Foto: dpa/Roberto Pfeil
Das 9-Euro-Ticket läuft noch bis einschließlich August. Foto: dpa/Roberto Pfeil
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Noch bis einschließlich August gilt das 9-Euro-Ticket, einer weiteren Fortführung hat Bundesfinanzminister Christian Lindner bereits einen Riegel vorgeschoben. Doch laut einem Bericht des Handelsblatt beschäftigt sich die Regierung bereits mit einem Nachfolger für das beliebte Ticket.

In der Bundesregierung gibt es einem Medienbericht zufolge Überlegungen, das bis Ende August befristete 9-Euro-Ticket für den Nahverkehr in veränderter Form als Klima-Ticket fortzuführen. Es solle „mit tariflichen Maßnahmen die Attraktivität des ÖPNV dauerhaft gesteigert werden“, zitierte das Düsseldorfer „Handelsblatt“ aus einem Entwurf für das Klimaschutz-Sofortprogramm der Bundesregierung, das Mitte Juli beschlossen werden soll.

Geplant sei ein vergünstigtes Klima-Ticket als einheitliche Länder-Nahverkehrs-Monats- beziehungsweise Jahresfahrkarte für den Schienenpersonenregionalverkehr und weitere Verkehrsmittel im Nahverkehr, hieß es weiter. Eigentlich sind für den öffentlichen Nahverkehr die Länder zuständig. Der Bund sei aber bereit, ein Klima-Ticket „finanziell zu unterstützen“. Details dazu würden aber noch geprüft.

Das Bundesumweltministerium wollte sich auf Anfrage zu dem Bericht nicht äußern. Mit dem Klimaschutz-Sofortprogramm will die Regierung festlegen, wie sie bis 2030 die Kohlendioxid-Emissionen gemäß den beschlossenen Zielen für den CO2-Ausstoß senken will.

Zuständig für das Programm ist Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) in Zusammenarbeit mit den jeweils verantwortlichen Fachressorts. Deutschland hat sich verpflichtet, seine CO2-Emissionen bis 2030 um mindestens 65 Prozent verglichen mit dem Stand von 1990 zu senken.

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