Bielefeld  Tränenreicher Abschluss: Warum eine Abifeier in Bielefeld zum Desaster wurde

Kim Patrick von Harling
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Von Kim Patrick von Harling
| 27.06.2022 13:13 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Für Schüler in Bielefeld erfüllte sich der Traum einer ausgelassenen Abifeier nicht. Foto: dpa/Moritz Frankenberg
Für Schüler in Bielefeld erfüllte sich der Traum einer ausgelassenen Abifeier nicht. Foto: dpa/Moritz Frankenberg
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Nach mindestens 13 Jahren Schule war es endlich soweit: Die Abiturienten in Bielefeld wollten einen pompösen Abiball feiern. Doch dieser wurde zum absoluten Albtraum.

Es sollte einer dieser Abende werden, die nie vergessen werden würden. Für Heranwachsende ist das Ende der Schulzeit ein Meilenstein, und auch Erwachsene erinnern sich in der Regel nur allzu gut an die entsprechenden Abschlussfeiern. Schüler des Bodelschwingh-Gymnasiums in Bielefeld wollten am vergangenen Freitag ihr Abitur im Rahmen des Abiballs feiern. Doch vor Ort erlebten sie ein böses Erwachen: Statt wie geplant für 400 Gäste war die Party-Location für gerade einmal 150 Gäste zugelassen.

Angesichts dieser Tatsache verschwanden laut einer Mutter, die im Gespräch mit der Zeitung „Neue Westfälische“ (NW) die Ereignisse des Abends schildert, erst einmal etliche Abiturienten auf die Toiletten und weinten hemmungslos. Was war passiert? Das Party-Komitee des Abijahrgangs hatte sich für eine Art Rundumservice in der Location „Bieladium“ entschieden. Hierzu hatten sie eine professionelle Eventmanagerin beauftragt. Als den Abiturienten samt Familie gewahr wurde, dass nur ein Bruchteil Platz finden würde, wurde das Ordnungsamt eingeschaltet. „Zum Glück haben wir dann mit dem Ordnungsamt noch einen Kompromiss finden können, sonst hätte die ganz Veranstaltung aufgelöst werden müssen“, berichtet der Vater einer Abiturientin, Herbert Linnemann, der NW. Kurzerhand wurde der Parkplatz freigeräumt und die Party nach draußen hin ausgeweitet.

Doch damit nicht genug: Für einen Festpreis von 50 Euro pro Person sollten alle 400 Gäste mit gutem Essen und Getränken versorgt werden. Doch auch hier stimmte einiges nicht. Eine Mutter berichtet, dass der Service sowie das Essen ein Reinfall gewesen sein soll. Und ohnehin mussten nach dem Essen die Eltern aus Platzgründen direkt wieder verschwinden.

Und die Betreiberin der Location? Sie wollte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern. Allerdings hätte sie sich bei den Abiturienten und ihren Familien noch am Abend für den Vorfall entschuldigt, berichten die Schüler. Sie sei überrascht gewesen, dass ihre eigene Location nicht für 400 Leute zugelassen sei. Für den Schaden würde sie jedoch aufkommen.

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