Aufgeschnappt  Hans, Bühne, Gräben, leckere Bratwurst

Horst Kruse
|
Eine Kolumne von Horst Kruse
| 25.06.2022 08:06 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Horst Kruse
Horst Kruse
Artikel teilen:

Manchen passieren schlimme Sachen, anderen aber auch kuriose. Das ergibt sich aus der Betrachtung dieser Woche. Und nicht alles ist so, wie es scheint. Nicht mal bei der Tageszeitung.

100 Jahre besteht die Friesoyther Wasseracht. Zum Jubiläum verfasst Heimatforscher Martin Pille aus Bösel eine Chronik mit vielen Geschichten und Hintergründen. Pille habe allerdings überzeugt werden müssen, die Aufgabe anzunehmen, sagte Geschäftsführer Martin Windhaus.

„Bis auf die 17,50 Euro Beitrag, die ich jedes Jahr zahle, war die Wasseracht weit weg“, erklärte Pille. Das habe sich inzwischen geändert. Mit Windhaus sei er durch das immerhin 76.000 Hektar große Verbandsgebiet gefahren. „Ich kenne jetzt jeden Graben und weiß mehr über die Soeste als viele andere.“

Im Barßeler Wirtschafts- und Umweltausschuss kam jetzt der seltene Fall vor, dass sowohl Vorsitzender Henning Hibben, wie auch sein Stellvertreter Stefan Grotjann verhindert waren. Erster Gemeinderat Michael Sope erläuterte den Anwesenden, dass es guter Brauch sei, wenn die Fraktion, die den Vorsitzenden stellt, in einem solchen Fall die Sitzungsleitung übernimmt. Das ist im Barßeler Rat die Gruppe CDU/FDP. Prompt schlug deren Vorsitzender Ralph Schröder seinen Parteifreund Johannes Geesen vor. Alle stimmten zu, so dass Schröder Geesen mit einladender Geste und dem Satz „Hans – the stage is yours!“, also: „die Bühne gehört dir!“, nach vorne bitten konnte. Lange bitten ließ der sich nicht. Geesen hat diesen Fachausschuss in der vorigen Ratsperiode offiziell geleitet. Der 73-Jährige weiß, wie es geht. Weshalb er auch alle folgenden, oft widerstreitenden Beiträge mit einem salomonischen. „Es ist vieles gesagt worden“ zusammenfasste.

Während des Bierfestes gab es in Barßel auch die Siegerehrung für das Stadtradeln. Organisatorin Janina Wlodarzyk und Ideengeberin Neele Veenekamp waren auch dabei, wie unser freier Mitarbeiter Jonny Passmann berichtete. Die beiden Frauen hätten sich gefreut, dass es bei den Radtouren nette Gespräch gegeben habe. „Zum Abschluss der Radtouren gab es meistens noch eine leckere Bratwurst. Ich glaube, ich habe noch nie so viele Würste in meinem ganze Leben gegessen wie beim Stadtradeln“, sagte Neele Veenekamp.

Kontakt: h.kruse@ga-online.de

Ähnliche Artikel