Altenpflege in Rhauderfehn Reilstift plant in Rhauderfehn Erweiterungen
Auf dem Gelände an der Jürgenaswieke soll nicht nur Wohnraum für Senioren in Rhauderfehn entstehen. Wann es losgehen kann, ist noch unklar.
Rhauderfehn - Das Reilstift bemüht sich derzeit um eine Flächennutzungsplanänderung und die Aufstellung eines Bebauungsplanes für die 2,5 Hektar große Fläche neben dem Pflegeheim an der Jürgenaswieke. Dies teilte Rainer Helmers vom Vorstand des Reilststifts auf Anfrage mit. Als Gründe dafür nennt er „eine weiter alternde Gesellschaft, die einen erheblichen Bedarf an seniorengerechten Wohn- und Pflegeangeboten zukünftig haben wird.“
Das Thema war Ende Juni bereits auf der Agenda des Rhauderfehntjer Ausschusses für Hochbau und Planung. Dirk de Boer (Ampel +) hatte im Namen seiner Fraktion eine mögliche Erweiterung des Pflegeangebots begrüßt, wollte jedoch wissen, wie viele Plätze letztendlich zur Verfügung stehen würden. Derzeit gibt es laut Helmers 237 stationäre Pflegeplätze beim Reilstift in Rhauderfehn. 30 weitere Plätze seien eine sinnvolle Ergänzung. Zudem könnten dort auch weitere Angebote im Bereich Wohnen im Alter entstehen. „Aber das ist alles Zukunftsmusik. Wir haben nicht den Plan, direkt nach Beschluss des Bebauungsplans loszulegen“, warnte Helmers während der Sitzung.
In dem Plangebiet seien nach jetzigem Stand laut dem Vorstand mehrere unterschiedliche Vorhaben möglich. So könnte auf der jetzigen Wiese die Pflegeeinrichtung erweitert werden. „Zulässig wären hier auch besondere Wohnangebote für Senioren oder Menschen mit Pflegebedarf“, so Helmers. Auch eine Diakoniestation sei auf dem Gelände möglich. Der nordwestliche Bereich soll laut Helmers im Wesentlichen für medizinische Dienstleister bereitgehalten werden, dort seien Arztpraxen oder Therapeuten denkbar. „Hier ist die Weitergabe an andere Investoren angedacht“, schreibt der Vorstand. Im südlichen Bereich soll Wohnangebot entstehen. „Nach unserer Auffassung fehlt es in Rhauderfehn noch weiterhin an Wohnraum, insbesondere für ältere Menschen mit kleinem Einkommen“, erläutert er. Daher solle dort der Fokus auf sozialem Wohnraum liegen. Das Gelände könne über eine Weiterführung des Ancora-Ringes erfolgen. Die große prägende Eiche auf der Grünfläche solle in einer Grünanlage geschützt werden.
Planungen gab des vor elf Jahren bereits
Bereits 2011 hatte das Reilstift für die Fläche, die westlich an das bestehende Seniorenzentrum Rhaudermoor angrenzt, eine Bauleitplanung beantragt. Der Verwaltungsausschuss hatte damals die Aufstellungsbeschlüsse gefasst. Wie es in der Beschlussvorlage heißt: Das Projekt sei bisher nicht fortgesetzt worden. Jetzt seien die Planungsabsichten jedoch konkreter geworden.
Die Mitglieder des Ausschusses stimmten im Juni mit einer Enthaltung für den Planentwurf, wünschten sich jedoch mehr Informationen. Inzwischen hat Helmers während zwei gemeinsamen Fraktionssitzungen die Pläne genauer vorgestellt. Zudem sei auch die erste Auslegung der Planungsunterlagen erfolgt. Wann es dann losgehen soll, ist noch unklar. Helmers betont, dass es sich ausdrücklich nur um eine Planung handele, und konkrete Bauabsichten derzeit noch nicht daran verbunden seien. Eine Realisierung der Ideen könnten aufgrund der allgemeinen Lage noch nicht prognostiziert werden.