Verkehr in Leer Darum ist am Bummert eine Ampel und kein Kreisverkehr
Immer wieder kommt die Behauptung auf, dass ein Kreisverkehr am Bummert in Leer die bessere Alternative gewesen wäre. Doch stimmt das eigentlich?
Leer - Wenn es um die Bummert-Kreuzung geht, kommt in den sozialen Netzwerken immer wieder eine Frage auf: „Warum wurde dort kein Kreisverkehr gebaut?“ Die Argumentation der Befürworter ist, dass ein Kreisverkehr die Staus, die sich aktuell entwickeln, verhindert hätte.
Was und warum
Darum geht es: Viele wünschen sich am Bummert einen Kreisverkehr. Dieser wäre aber nicht umsetzbar gewesen
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Deshalb berichten wir: In sozialen Netzwerken wird immer wieder behauptet, ein Kreisverkehr hätte viele Vorteile gebracht Den Autoren erreichen Sie unter: m.kierstein@zgo.de
Dem widerspricht die Stadt Leer. „Ein Kreisel würde unter den Bedingungen, die wir am Bummert haben, mehr Stau verursachen, als die Lichtsignalanlage“, sagt Stadtsprecherin Mara-Jantje Fuß.
Zwei Gründe gegen den Kreisel
Laut der Stadtsprecherin gebe es zwei Gründe dafür, dass am Bummert kein Kreisverkehr gebaut werden konnte. „Zum einen liegen beim Bummert zwei eng beieinanderliegen Kreuzungen vor, die sich – aus Platzgründen – nicht an einen Kreisel anschließen lassen. Zum anderen funktioniert ein Kreisel am besten, wenn alle angeschlossenen Straßen eine annähernd gleiche Verkehrsbelastung haben. Das ist am Bummert nicht der Fall“, so die Stadtsprecherin.
Darum ist am Bummert eine Ampel und kein Kreisverkehr
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Dass durch die Straßen unterschiedlich viel Verkehr zum Bummert führt, bemerken Autofahrer jeden Tag. Zwar staut es sich sowohl in der Ubbo-Emmius-Straße, der Friesenstraße und der Heisfelder Straße, die Rückstaus in der Friesenstraße sind aber deutlich kürzer und lösen sich am schnellsten auf.
Staus am Bummert
Die Staus in der Ubbo-Emmius-Straße entstehen meistens in den Zeiten, in den Schüler zur Schule gebracht werden oder mittags, wenn die Schule vorüber ist. Dann staut es sich zeitweise aber auch bis zur Kreuzung bei der Plytenbergschule zurück.
Die längsten Staus bilden sich in der Heisfelder Straße. Das liegt vor allem daran, dass von dieser Straße der meiste Verkehr in die Stadt fließt. Hinzu kommt aber auch die Ampelschaltung am Bummert. Vor allem Autofahrer berichten in sozialen Netzwerken, dass sie irritiert seien, da sie die Fußgängerampel gar nicht sehen könnten und davon ausgingen, dass diese rot sein müsste. So biegen sie einfach in die Ubbo-Emmius-Straße ab und schneiden so die Radfahrer, die sich korrekt verhalten. Warum ist das so?
Ampelschaltung am Bummert
Tatsächlich hat die Stadt dafür gesorgt, dass die Grünphase leicht zeitversetzt einsetzt, so dass die Ampel für Fußgänger und Radfahrer zuerst Grün wird. „Die Lichtsignalanlage wurde entsprechend der geltenden Richtlinien durch ein auf Verkehr spezialisiertes Ingenieurbüro geplant und umgesetzt“, sagte Stadtsprecherin Sabine Dannen vor Kurzem.
Dass abbiegende Fahrzeuge gleichzeitig mit Fußgängern und Radfahrern „Grün“ bekommen, sei Standard. Eine Ausnahme ist es, wenn der Verkehr mit einem separaten grünen Pfeil die Möglichkeit bekommt, abzubiegen. An solchen Kreuzungen ist es tatsächlich so, dass die Radfahrer, die die Straße kreuzen wollen, rot haben. Wenn dieses Signal fehlt, hat der komplette Verkehr, der sich in eine Richtung bewegt, Grün. Beim Abbiegen ist dann Vorsicht geboten.
Blinkendes Gelblicht als Zeichen
Die Stadt hat auch ein Signal aufgestellt, um darauf hinzuweisen, dass auch die Radfahrer Grün haben. „Um den abbiegenden Kraftfahrzeugverkehr auf diese Situation hinzuweisen, blinkt während dieser Zeit ein Gelblicht im Sichtfeld der Verkehrsteilnehmer“, so Dannen.
Auch ein weiterer Umstand ärgert die Autofahrer. Sie würden gerne, wenn sie aus der Ubbo-Emmius-Straße in Richtung Bummert fahren, links abbiegen dürfen, um stadtauswärts zu fahren. Die Verkehrsführung sieht jedoch vor, dass Autofahrer nur rechts abbiegen dürfen und somit weiter in die Innenstadt gelangen. Umwege über den Ostersteg sind die Folge.
Einige beschweren sich über so künstlich provozierte Staus und Umwege. Vor allem, da die Ampel von der Ubbo-Emmius-Straße kommend eine alleinige Grünphase habe, würden sie sich diese Möglichkeit wünschen. „In den Planungen zur Umgestaltung der Kreuzung wurde dieses Thema mit untersucht. Da es hier jedoch zu wesentlich höheren Verlustzeiten, insbesondere für Radfahrer kommen würde, hat man die Planungen wieder verworfen“, so Dannen. Bedeutet, wären die Pläne umgesetzt worden, hätten alle, besonders Fahrradfahrer, dort länger gestanden als notwendig.