Osnabrück  Inflation: DGB fordert Preisgarantie für Energiegrundbedarf

Uwe Westdörp
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Von Uwe Westdörp
| 16.06.2022 18:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Drängt angesichts der hohen Inflation auf weitere Entlastungen für Verbraucher: DGB-Chefin Yasmin Fahimi. Foto: IMAGO/Christian Spicker
Drängt angesichts der hohen Inflation auf weitere Entlastungen für Verbraucher: DGB-Chefin Yasmin Fahimi. Foto: IMAGO/Christian Spicker
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Die Inflation ist auf gut acht Prozent gestiegen. Vor allem Energie wird unter anderem wegen des Kriegs in der Ukraine immer teurer. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) drängt deshalb auf weitere gezielte staatliche Schritte.

Angesichts der hohen Inflation plädiert der DGB für eine Preisgarantie für den Energiegrundbedarf privater Haushalte. “Erst bei Mehrverbrauch müsste dann ein erhöhter Preis bezahlt werden”, sagte die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi unserer Redaktion und fügte hinzu: “Das wäre eine Entlastung vor allem auch für Haushalte mit niedrigem Einkommen. Zusätzlich könnte man so einen Anreiz setzen, Energie zu sparen.”   Sie betonte, es reiche nicht, wenn die Gewerkschaften gute Tarifabschlüsse erzielten. “ Zusätzlich braucht es weitere politische Entscheidungen.”

Bei der Konzertierten Aktion, zu der Bundeskanzler Olaf Scholz eingeladen hat, will Fahimi außerdem mit den Unternehmen darüber reden, “wie sie eigentlich die übermäßigen Preise in einigen Märkten zu stoppen gedenken”.  Denn es könne ja nicht sein, dass jetzt in der Krise noch übermäßige Gewinne gemacht würden. Fahimi schlug vor: “Es könnte ja auch mal eine Selbstverpflichtung der Unternehmen geben, auf krisenbedingte Gewinne zu verzichten und die Preise zu deckeln.”  Die Wirtschaft poche doch immer auf weniger Regulierung. Jetzt könne sie dementsprechend aktiv werden, sagte Fahimi auf Fragen nach einer Übergewinnsteuer. Sie bezeichnete es zugleich als richtig,  am Ende des Jahres zu prüfen, “ob und wo Übergewinne doch erzielt wurden und sie dann zu besteuern“.

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