Abstiegskampf in der Landesliga  TuRa will das kleine Fußballwunder schaffen

Marco Reemts
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Von Marco Reemts
| 10.06.2022 15:15 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Westrhauderfehn (vorne Frank Waden) verlor das Hinspiel gegen Bad Rothenfelde mit 0:2. Bei diesem Ergebnis am Sonntag wäre TuRa abgestiegen. Foto: Damm
Westrhauderfehn (vorne Frank Waden) verlor das Hinspiel gegen Bad Rothenfelde mit 0:2. Bei diesem Ergebnis am Sonntag wäre TuRa abgestiegen. Foto: Damm
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Am Sonntag steht der letzte Spieltag in der Landesliga an. Westrhauderfehn muss für den Klassenverbleib gewinnen, ist aber auch von Steinfeld abhängig.

Westrhauderfehn - In der Fußball-Landesliga fällt am Sonntag die Entscheidung über den letzten Absteiger. Dabei hat TuRa 07 Westrhauderfehn im Auswärtsspiel beim SV Bad Rothenfelde nur noch eine kleine Chance auf den Klassenerhalt. Die Mannschaft von Trainer Erhan Colak braucht neben einem eigenen Sieg auch Schützenhilfe. Anstoß in Bad Rothenfelde ist um 15 Uhr.

Durch die 0:3-Heimniederlage am vergangenen Spieltag gegen den VfR Voxtrup ist TuRa 07 Westrhauderfehn auf den drittletzten Platz abgerutscht. Der Rückstand auf den SV Falke Steinfeld auf dem ersten Nichtabstiegsplatz beträgt vor dem letzten Spiel zwei Punkte und acht Tore. Damit muss TuRa 07 sein Spiel selbst gewinnen und auf eine Heimniederlage der Steinfelder gegen den bereits abgestiegenen SV Sparta Werlte hoffen. Theoretisch könnte Westrhauderfehn auch noch den VfL Oythe kassieren. Bei drei Punkten und sechs Toren Rückstand braucht TuRa dafür allerdings einen deutlichen Sieg in Bad Rohtenfelde und eine entsprechend hohe Heimniederlage des VfL gegen Schlusslicht Germania Leer.

Zwei Spieler mit schlimmer Verletzung

„Wir haben noch eine kleine Chance. Der Unterschied zu den vergangenen Wochen ist aber, dass wir es jetzt nicht mehr selbst in der Hand haben. Wir brauchen Schützenhilfe. Um darüber nachzudenken, müssen wir aber erstmal in Bad Rothenfelde gewinnen“, sagt Erhan Colak. „Und das wird eine riesige Herausforderung“, so der TuRa-Coach. Der SV Bad Rothenfelde hat bei Colak von allen Teams der Abstiegsrunde den besten Eindruck hinterlassen.

„Das ist ein sehr gut organisierter Gegner, der eigentlich nicht in die Abstiegsrunde gehört“, so Colak. Auch wenn die Vorzeichen nicht gut stehen, glauben die TuRaner an ein kleines Fußballwunder. „Wir wollen das Unmögliche möglich machen und werden alle Kräfte mobilisieren. Wir sind hoch motiviert, dann sehen wir weiter. Steinfeld hat in den letzten Wochen auch nicht überzeugt. Auch wenn Werlte schon abgestiegen ist, werden die sich noch einmal gut verkaufen wollen“, sagt Colak.

Wenn es am Ende nicht zum Klassenerhalt reichen sollte, liegt es auch an der TuRaner Niederlagenserie in der Abstiegsrunde. Diese kam auch durch anhaltende Personalsorgen zustande. Bezeichnend für das Verletzungspech der TuRaner in dieser Saison ist daher auch, dass sich die Knieverletzung von Marcel Hinz aus dem Spiel in Steinfeld nun als Kreuzbandriss entpuppte. „Das ist wirklich bitter und nach dem Achillessehnenriss von Benny Lünemann die nächste schlimme Verletzung aus dem Spiel“, sagt Colak. Kevin Lüpkes wird in Bad Rothenfelde krankheitsbedingt ebenfalls fehlen. Fraglich ist Sönke Weßling mit einer Zerrung. „Das sieht leider nicht gut aus“, befürchtet Colak einen weiteren Ausfall.

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