Wettkampf der Schützen  Maria Schipper ist die neue Kaiserin

Holger Weers
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Von Holger Weers
| 06.06.2022 07:41 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Nach dem Kaiserschießen des Schützenvereins Völlenerfehn stellten sich die Teilnehmer zum Gruppenfoto auf. Neue Kaiserin ist Maria Schipper (Bildmitte, mit dem Adler ind er Hand). Foto: Privat
Nach dem Kaiserschießen des Schützenvereins Völlenerfehn stellten sich die Teilnehmer zum Gruppenfoto auf. Neue Kaiserin ist Maria Schipper (Bildmitte, mit dem Adler ind er Hand). Foto: Privat
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Der Schützenverein Völlenerfehn konnte jetzt sein Kaiserschießen nachholen. Nach einer Satzungsänderung bleibt Kaiserin Maria Schipper nur noch fünf Jahre im Amt.

Völlenerfehn - Mit einjähriger Verspätung konnte der Schützenverein Völlenerfehn jetzt sein Kaiserschießen nachholen. Unter großer Beteiligung aller ehemaligen Königinnen und Könige sowie des amtierenden Königs Heinz Meyer wurde auf den großen Adler geschossen. Dabei zeigte Maria Schipper große Treffsicherheit und Geduld und holte letztendlich den Adler von der Stange. Sie löst den bisherigen Kaiser Rolf Wiechers ab, der auch Vorsitzender des Schützenvereins ist. Wiechers durfte zuvor zehn Jahre lang von 2011 bis 2021 die Kaiserkette tragen. Es hat 32 Schüsse gebraucht, bis der Adler gefallen ist. Acht ehemalige Könige und Königinnen nahmen teil. Nach einer Änderung seitens des Vereins beträgt die Amtszeit der nachfolgenden Schützenkaiser oder Schützenkaiserinnen nur noch fünf Jahre, teilten die Schützen mit. Maria Schippers Adjutanten sind Franziska Schipper und Marcel Griepenburg.

Vor dem Kaiserschießen fand ein Gästeschießen statt. Hier konnten die Laien ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen. Zu gewinnen gab es viele Gutscheine und Sachpreise. Anschließend waren alle Mitglieder des Schützenvereins Völlenerfehn aufgerufen, am „Adlerrupfen“ teilzunehmen. Hier wurde auf einzelne Bauteile des Holzadlers, wie die Flügel, geschossen.

Wegen Corona: Schützenfest wird nicht gefeiert

„Zunächst ließ die Beteilung zu wünschen übrig, doch gegen Abend war weitaus mehr los“, sagte Tina Wiechers, Pressewartin des Vereins. Liebend gerne würden die Völlenerfehner Schützen nun auch ihr Schützenfest feiern. Doch nach mehrjähriger Corona-Pause entschied sich der Verein nach eigenen Angaben schweren Herzens für eine erneute Absage. „Viele Besucher sind noch sehr vorsichtig. Außerdem steigen die Preise für Getränke und Zeltverleih enorm“, begründet die Pressewartin die Absage. Gefeiert wurde kürzlich vonseiten des Vereins trotzdem, wenn auch nur im kleinen Kreis.

Der langjährige Vereinswirt Hans-Gerd Kampling hörte nach zwanzig Jahren auf. Er war zusammen mit seiner Frau Roswitha für die Bewirtung und Reinigung im Vereinsheim zuständig. Diese ehrenamtliche Tätigkeit übte das Paar von 2002 bis 2022 aus. Jetzt will man sich dem Ruhestand widmen und Reisen unternehmen. „Als kleinen Abschluss haben wir beim Vereinsheim eine Königsscheibe aufgehangen und danach gefeiert. Hans-Gerd Kampling hat auch beim Kaiserschießen mitgemacht“, berichtete Tina Wiechers. Für das Wirtspaar gibt es leider noch keinen Nachfolger, so die Schützen.

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