Konzerte in Ostfriesland Sonnabend beginnen die Gezeitenkonzerte
Unter dem Motto „Horizonte“ werden 40 Konzerte angeboten. Der künstlerische Leiter Matthias Kirschnereit spricht im Interview über die große Vorfreude der Künstler und verrät, ob es noch Karten gibt.
Leer - Die Noten sind studiert, die Instrumente gestimmt, die Stücke geprobt – die „Horizonte“ können sich öffnen. Am Sonnabend beginnen unter diesem Motto die „Gezeitenkonzerte“. Es ist bereits das zehnte Mal, dass diese Konzertreihe in Ostfriesland stattfindet. Insgesamt werden bis zum 7. August 40 Konzerte veranstaltet.
Los geht es am Samstagabend in der St-Magnus-Kirche in Esens. Dort tritt der künstlerische Leiter des Festivals, Pianist Matthias Kirschnereit, gemeinsam mit der NDR Radiophilharmonie auf. Trotz aller Vorbereitungen hatte er aber noch Zeit für ein kurzes Fünf-Fragen-Interview.
Weitere Informationen zu den Gezeitenkonzerten gibt es im Internet unter www.gezeitenkonzerte.de.
Herr Kirschnereit, wie ist denn gerade die Stimmung bei Ihnen – der Countdown für die Gezeitenkonzerte läuft ja schon?
Matthias Kirschnereit: Die Vorfreude bei mir ist wirklich gigantisch. Zum einen wegen des zehnten Jubiläums, das ja schon was Besonderes ist – man ist noch jung und schaut nach vorne, hält aber zugleich auch inne und schaut voller Dankbarkeit auf die fulminante Entwicklung der Gezeitenkonzerte zurück. Zum anderen freuen wir Künstler uns alle wirklich sehr auf den Kontakt zu unserem Publikum. Nach den fürchterlichen Corona-Jahren hoffen wir, dass wir uns alle wieder in die Arme nehmen können. Wir wollen zusammen die Kunst feiern.
Für das Auftaktkonzert haben Sie ein eher beschwingtes Programm gewählt. Warum?
Kirschnereit: Gemeinsam mit der NDR Radiophilharmonie und der wunderbaren Dirigentin Erina Yashima haben wir drei Meisterwerke der Musikgeschichte ausgesucht, Stücke von Mozart und Dvorák. Wir wollten zum Auftakt in die Jubiläumssaison wirklich etwas sehr Optimistisches, sehr Positives bieten. Mozarts Zauberflöten-Ouvertüre ist da zu Beginn gleich der richtige Knaller. Auch angesichts des schrecklichen Kriegs in der Ukraine wollen wir mit der Kraft der Musik etwas Gutes in die Welt setzen, etwas zum Freuen. Wir haben im gesamten Festivalprogramm der Gezeitenkonzerte eine derartige Stilvielfalt, dass wirklich für jeden Geschmack etwas dabei ist. Wir wollen mit der Musik auch ein Zeichen setzen, dass das Leben schön sein kann.
Hat das Publikum wieder die Möglichkeit, direkt Kontakt zu den Künstlern zu bekommen?
Kirschnereit: Natürlich. Die Weltstars sind zu Gast in Ostfriesland – und es gibt keine Bühne, die 80 Meter entfernt ist, sondern die Künstler sind geradezu greifbar nah. Sie verschwinden nach dem Auftritt auch nicht im Hinterzimmer, sondern es gibt immer Möglichkeiten der Begegnung. Viele Künstler freuen sich auch darauf.
Gibt es für die Konzerte noch Karten?
Kirschnereit: : Ja, natürlich. Einige Veranstaltungen sind allerdings auch schon ausverkauft. Man merkt, dass sich die Menschen nach Live-Musik sehnen. Die Preise für die Tickets sind auch absolut moderat.
Ist es für Kurzentschlossene auch noch möglich, am Sonnabend zum Auftaktkonzert zu gehen?
Kirschnereit: Ja, man kann auch einfach noch spontan zum Konzert kommen. Es gibt noch Karten an der Abendkasse. Esens ist ja auch die mit Abstand größte Kirche in der Region – und die Musik klingt dort hervorragend.