Fußball-Landesliga  Bei Germanias 0:1 stürmt am Ende sogar der Torwart mit

Helmut Borgmann
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Von Helmut Borgmann
| 22.05.2022 19:56 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Enttäuschung pur: Nach Abpfiff sanken mehrere Germania-Spieler zu Boden. Germania Leer bleibt Letzter, endgültig abgestiegen ist sie aber noch nicht. Fotos: Doden
Enttäuschung pur: Nach Abpfiff sanken mehrere Germania-Spieler zu Boden. Germania Leer bleibt Letzter, endgültig abgestiegen ist sie aber noch nicht. Fotos: Doden
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Germania Leer hat in der Abstiegsrunde erstmals seit dem Trainerwechsel verloren. Der zurückgeholte George Goguadze überzeigte auf ungewohnter Position.

Leer - In der Abstiegsrunde der Fußball-Landesliga musste der VfL Germania Leer erstmals unter dem neuen Trainerduo Frank Bajen und Arnd Watzema eine Niederlage hinnehmen. In einer intensiven und kampfbetonten Partie verloren die Germanen trotz hohen Aufwandes vor 100 Zuschauern gegen den SV Bad Rothenfelde mit 0:1. Das goldene Tor für die Gäste erzielte Maximilian Werner mit einem verdeckten 16-Meter-Schuss in der 27. Minute. Durch diese Niederlage belegen die Germanen mit 16 Punkten weiterhin den letzten Tabellenplatz und werden es schwer haben, den Abstieg zu vermeiden. „Das war trotz der personellen Engpässe ein gutes Spiel“, bewertete Germanias Trainer Frank Bajen die Partie. „In der hektischen Schlussphase haben wir leider zwei Großchancen überhastet vergeben, sonst hätte es noch für ein Unentschieden gereicht.“

Beim 5:2 in Voxtrup hatte Stürmer Arlind Jonjic (links) noch dreimal getroffen. Diesmal blieb er wie alle Germanen torlos.
Beim 5:2 in Voxtrup hatte Stürmer Arlind Jonjic (links) noch dreimal getroffen. Diesmal blieb er wie alle Germanen torlos.

Die Gastgeber gingen personell geschwächt in die Partie, denn mit Kapitän Lukas Koets, Lukas Berghaus, Steffen Busemann und Julian Jauken fehlten vier Leistungsträger in der ersten Elf. Die Gäste, die aus den letzten fünf Spielen 13 Punkte geholt hatten, waren angetrieben von dem starken Mittelfeldspieler Sulayman Ceesay zunächst sehr dominant. Germania setzte der technischen Überlegenheit der Gäste Kampf, Leidenschaft und eine große Laufbereitschaft entgegen.

Trotz Niederlage war Leers Trainer Frank Bajen zufrieden mit der Leistung.
Trotz Niederlage war Leers Trainer Frank Bajen zufrieden mit der Leistung.

Groenewold hält Leer im Spiel

Dabei boten vor allem der schnelle Max Schrock-Opitz als Innenverteidiger und der reaktivierte George Goguadze auf der ungewohnten 6er-Position eine gute Partie. Trotz häufigen Ballbesitzes wurden die Gäste aber nur einmal richtig gefährlich, doch Nico Kötters 16-Meter-Schuss ging knapp über das Tor. Nachdem Arlind Jonjic eine gute Kontermöglichkeit vergeben hatte, fiel im Gegenzug die verdiente Führung für die Gäste. Maximilian Werner war mit einem unhaltbar abgefälschten Schuss zum 0:1 erfolgreich. Weil zunächst Daniel Klein und nur wenig später Felix Gelhoet am stark reagierenden Germania-Keeper Joachim Groenewold scheiterten, blieb es bis zur Halbzeit bei der knappen Gästeführung.

Trotz muskulärer Probleme lief dann in der zweiten Halbzeit noch Mittelfeldspieler Julian Jauken für den angeschlagenen Mirkan Kurt auf. In der 70. Minute hatte im Anschluss an eine Ecke der aufgerückte Thido Beening Pech, als er mit einem verdeckten 20-Meter-Schuss nur knapp das Gästetor verfehlte. In der siebenminütigen Nachspielzeit stürmte bei den Germanen sogar Torwart Joachim Groenewold mit, doch Gästekeeper Tobias Zahl hielt zweimal großartig und rettete seinem Team drei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg.

Spieldaten

Germania Leer: Groenewold, Kurt (46. Jauken), Diekmann, Watzema (66. Bugiel), Schrock-Opitz, Issa, Goguadze (58. Dreshaj), Werner, Beening, Poppenga, Jonjic

Tor: 0:1 Werner (27.)

Entsprechend zufrieden zeigte sich Bad Rothenfeldes Trainer Marko Tredup nach Spielschluss: „In der ersten Halbzeit haben meine Spieler alle Vorgaben gut umgesetzt und hochkonzentriert gespielt. In der zweiten Hälfte haben wir dann immer mehr abgebaut und mit viel Glück den Sieg nach Hause gebracht.“

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