Nach dem Brand in Burlage So geht es auf dem Jugendhof weiter
Vor fast vier Wochen brannte es auf dem Bauernhof in Burlage. Bis man auf dem Gelände des AKSR wieder zurück zur Normalität kehren kann, wird noch einige Zeit vergehen.
Burlage - Verkohlte Balken ragen in den Himmel, zerbrochene Dachziegel liegen auf dem Hof. Vier Wochen nach dem Brand am Ostermontag auf dem Kinder- und Jugendhof des Arbeitskreises Schule Rhauderfehn (AKSR) an der Freitagstraße in Burlage sind die Spuren des Feuers noch deutlich sichtbar. Nächste Wochen sollen laut Helmut Fennen, Geschäftsführer des AKSR, die Entsorgungsarbeiten beginnen. Damit wird ein entscheidender Schritt Richtung Normalität unternommen.
Bis vor dem Brand waren acht der neun Wohnungen in dem Gebäude bewohnt. Teils von Jugendlichen, die vom Jugendamt dort untergebracht werden, teils von Teilnehmern aus Maßnahmen des AKSR. Die meisten von ihnen haben bereits ein neues Zuhause. „Für zwei sieht es so aus, dass sie zum 1. Juni eine Wohnung bekommen“, so Fennen. Bis ihre ursprünglichen Wohnungen auf dem Projekthof wieder bewohnbar sind, wird noch einige Zeit vergehen. „Wir müssen wirklich sehr zufrieden sein, dass es hier keine Verletzten gab“, sagt er. Im Obergeschoss, wo sich drei der Wohnungen befinden, scheint inzwischen die Sonne auf die verkohlten Reste von Möbeln, Kleidung und Dachbalken. Es riecht verbrannt.
Löschwasserreste stehen in den Küchenschubladen
Auch im Erdgeschoss hat der Brand seine Spuren hinterlassen. Im Seminarraum ist der Boden rußig, die Tapete von der Decke fällt hinab und in den Schubladen der angrenzenden Küche stehen inzwischen die bräunlichen Löschwassereste. Einiges ist auf den ersten Blick erhalten geblieben. Was wirklich noch nutzbar sein wird, wird sich während der Aufräumarbeiten zeigen.
Seit dem Brand ruht der Betrieb auf dem Hofgelände. Wo normalerweise Kinder- und Jugendgruppen Projekte absolvieren, kümmert sich ein Mitarbeiter um die Pflege der Grünanlage. Die Büros, die der AKSR in einem Nebengebäude hat, sind derzeit in die Niederlassung in Westoverledingen verlegt worden. „Das Problem ist, dass wir hier nur Baustrom haben. Der ist nicht zuverlässig, wenn wir auf dem Server arbeiten“, sagt Fennen. Nach Rücksprache mit der Versicherung und dem Vorstand des AKSR sei beschlossen worden, wieder aufzubauen. „Aber ich denke, den Neustart wird es dieses Jahr noch nicht geben“, sagt Fennen. Zunächst sei es wichtig aufzuräumen und dann wieder ein intaktes Dach auf das Gebäude zu setzen. Wann dies so weit ist, ist noch unklar.
Es wird wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt
Bei dem Feuer, das am Abend des Ostermontags ausgebrochen war, waren 70 Feuerwehrleute im Einsatz. Wie hoch die Schadenshöhe durch den Brand ist, ist derzeit noch unklar. Eventuell seien einige Wohnungen im hinteren Teil des Gebäudes selbst noch bewohnbar.
Zur Brandursache teilte eine Sprecherin der Polizeiinspektion Leer/Emden auf Anfrage mit, dass bezüglich des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung ermittelt wird.