Heimtverein Saterland  Ehrungen und Wahlen beim Seelter Buund

Hans Passmann
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Von Hans Passmann
| 09.05.2022 10:27 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die geehrten Mitglieder und der Vorstand des Heimatvereins Saterland „Seelter Buund“ (vorne, von links): Antonius Kanne, Stephan Dannebaum, Fritz Janssen, Conrad Niemeyer Margret Göken; Hintere Reihe von links: Ottmar Freymuth, Margot Tameling, Stefanie Mödden, Elisabeth Sibum, Christel Grote, Dagmar Heyens und Lisa Fugel. Foto: Passmann
Die geehrten Mitglieder und der Vorstand des Heimatvereins Saterland „Seelter Buund“ (vorne, von links): Antonius Kanne, Stephan Dannebaum, Fritz Janssen, Conrad Niemeyer Margret Göken; Hintere Reihe von links: Ottmar Freymuth, Margot Tameling, Stefanie Mödden, Elisabeth Sibum, Christel Grote, Dagmar Heyens und Lisa Fugel. Foto: Passmann
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Der Heimatverein Seelter Buund zog ein positives Fazit des vergangenen Jahres. Für dieses Jahr ist ein beliebtes Fest wieder geplant.

Ramsloh - Der Heimatverein Saterland (Seelter Buund) mit seinen fast 300 Mitgliedern zog auf der Jahreshauptversammlung mit Ehrungen und Neuwahlen im Landgasthof Dockemeyer in Ramsloh-Hollen ein positives Fazit des vergangenen Jahres. „2021 war für uns aufgrund der Corona-Pandemie ein Jahr mit kaum irgendwelchen Veranstaltungen. Wir haben alle unter der Pandemie gelitten. Dennoch gab es einige Veranstaltungen“, sagte Vorstandssprecher Stephan Dannebaum. Ein Höhepunkt sei der Besuch des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil gewesen. Im Kulturbahnhof „Seelterfräiske Kulturhuus“ in Scharrel legte der Landesvater mit Bravour das „seelter Tjuugnis“ (Zeugnis) ab, berichtete Stephan Dannebaum. Der Vorstandssprecher hielt die Versammlung komplett auf Saterfriesisch ab.

Der Bahnhof sei ein gutes Stichwort, so Dannebaum. Am Gebäude wurden umfangreiche Sanierungen durchgeführt. Angefangen von der Heizungsanlage bis hin zum Fußboden. Eine große Freude sei es für den Vorstand gewesen, Heinrich Pörschke die Urkunden zur Ernennung als Ehrenboas zu überreichen. „Das war eine wunderbare Geschichte“, sagte Dannebaum. Außerdem erhielt das Vorstandsmitglieder Karl-Peter Schramm 2021 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. „Wir waren bei der Ernennung im Rathaus dabei“, so Dannebaum. Schramm vertritt die Saterfriesen im Minderheitenrat und im Büro für Sprachminderheiten (EBLUL) in Deutschland und ist Vorsitzender des Minderheitenraters der vier autochthonen nationalen Minderheiten und Volksgruppen Deutschlands.

Radio Skäddel wieder auf Sendung

Besonderen Dank sagte Dannebaum den ehrenamtlichen Sprachlehrern, die den Kindern in Schulen und Kindergärten Saterfriesisch beibringen. Erfolgreich laufe ein Kursus „Saterfriesisch“ unter der Leitung von Veronika Pugge mit viel Erfolg. „Wenn es Corona zulässt, dann wollen wir wieder endlich das beliebte Schlachtefest“ ausrichten. Stattfinden soll das Ereignis am 22. Oktober“, betonte der Vorstandssprecher. „Wir haben unsere Sendungen wieder aufgenommen“, berichtete Dieter Wallschlag vom Sender „Radio Skäddel“. Wer Interesse habe, könne sich melden, so Wallschlag. Der Saterfriesisch-Beauftragte Henk Wolf stellte noch einmal das Seelter Kneipen Quiz vor, das in Finchen’s Kneipe in Ramsloh erstmalig veranstaltet wurde. „Es war ein Erfolg“, so Wolf. Zudem erarbeitet Wolf den Internetauftritt des Vereins.

Gewählt wurden Delegierte für das Europäische Büro und den Friesenrat. Einstimmige Wiederwahl in den Vorstand für zwei Jahre gab es für Stephan Dannebaum, Antonius Kanne, Elisabeth Sibum, Margret Göken, Karl-Peter Schramm und Margot Tameling. Als Beisitzer für den Gemeindeteil Strücklingen wurden Lisa Fugel und Conrad Niemeyer gewählt.

Beisitzer in Ramsloh bleiben Fritz und Willi Janssen sowie Paula Klären. Der Gemeindeteil Scharrel wird von Ottmar Freymuth, Stefanie Mödden und Dagmar Heyens vertreten. Aus Sedelsberg sitzen im Beirat Willi Kamphaus, Anke Kramer und Christel Grote. Für eine 25-jährige Tätigkeit im Vorstand erhielt Fritz Janssen den Ehrenteller des Seelter Buundes und die Urkunde. Für seine Arbeit im Friesenrat wurde Conrad Niemeyer geehrt.

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