Schleswig-Holstein-Wahl

Noch kein neuer Trend für die CDU

Miriam Scharlibbe
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Ein Kommentar von Miriam Scharlibbe
| 08.05.2022 20:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Zeigte sich schon gut gelaunt, als er seine Stimme abgab: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Foto: Brandt/DPA
Zeigte sich schon gut gelaunt, als er seine Stimme abgab: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Foto: Brandt/DPA
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Die Christdemokraten haben in Schleswig-Holstein bei der Landtagswahl einen klarenen Sieg errungen. Aber das ist nicht der Verdienst der Partei, sondern vor allem von Ministerpräsident Daniel Günther.

Nach den vergeigten Wahlen auf Bundesebene und im Saarland ist die Landtagswahl in Schleswig-Holstein der erste Punktsieg der Christdemokraten unter dem neuen Parteichef Friedrich Merz. Aber ist der Sieg von Ministerpräsident Daniel Günther tatsächlich die Trendwende für die Konservativen?

Noch nicht ganz. Denn was zwischen Nord- und Ostsee funktioniert hat, ging im Saarland schief. Tobias Hans wurde dort klar als Ministerpräsident abgewählt. Umso wichtiger wird die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am kommenden Sonntag. Dort will Hendrik Wüst die Staatskanzlei für die CDU verteidigen. Parallelen zwischen Günther und Wüst sind durchaus vorhanden: Ausstrahlung, Alter und sogar die Wahlkampagne ähneln sich.

Im Unterschied zu seinem NRW-Kollegen hat Daniel Günther aber schon eine Legislaturperiode ziemlich erfolgreich regiert. Es ist der Sieg des Mannes, über den vor fünf Jahren gespottet wurde, Robert Habeck (Grüne) und Wolfgang Kubicki (FDP) hätten entschieden, wer unter ihnen Ministerpräsident sein dürfe. Günther hat das weggelächelt und nicht nur seine Bekanntheit, sondern vor allem seine Beliebtheitswerte gesteigert. Ein weitestgehend unfallfreies Corona-Management und eine schlaue Annäherung an die Grünen haben Günther Auftrieb gegeben.

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