Fußball
1:6 – am Ende kam es knüppeldick für TuRa
Ein ersatzgeschwächtes TuRa Westrhauderfehn hat in der Fußball-Landesliga eine herbe Pleite gegen Dinklage kassiert. Dabei stand es nach 70 Minuten nur 1:2.
Westrhauderfehn - TuRa 07 Westrhauderfehn unterlag im Abstiegsrundenspiel der Fußball-Landesliga dem TV Dinklage klar mit 1:6. Da aber auch die Konkurrenz keine Punkte einfuhr, hat sich TuRas Not im Tabellenkeller nicht vergrößert. Die ohnehin schon vom Verletzungspech gebeutelten Fehntjer mussten kurzfristig auch noch den erkrankten Innenverteidiger Onno Janßen ersetzen. Torjäger Frank Waden nahm angeschlagen zunächst auf der Bank Platz.
„Wir haben schon zu Beginn der Woche versucht, das Spiel zu verlegen, Dinklage war dazu allerdings nicht bereit“, sagte TuRas Coach Erhan Colak nach der Partie. „Dass wir so viele Gegentore kassiert haben, basiert allerdings auf vielen unnötigen individuellen Fehlern. Die Niederlage müssen wir schnell abhaken. Noch werden 15 Punkte vergeben.“
Flügge rettet in höchster Not
Das erhoffte Duell zwischen dem TuRaner Sönke Weßling und seinem Zwillingsbruder Wilke platzte kurz vor dem Anpfiff, da der vor drei Jahren aus beruflich bedingten Gründen von der Werftstraße nach Dinklage gewechselte Wilke nach dem Aufwärmen mit muskulären Problemen passen musste. Beide Teams begannen vor gut 100 Zuschauern sehr verhalten. Die Torhüter blieben in der ersten halben Stunde fast beschäftigungslos. Zwar gab es einige zaghafte Torannäherungen, die aber weder auf der einen noch auf der anderen Seite Gefahr heraufbeschworen. Nach 30 Minuten wurden zumindest die Gäste mutiger und die TuRa-Abwehr geriet ins Schwimmen. In der 32. Minute konnte Mathis Flügge gerade noch vor dem einschussbereiten Steffen Espelage klären, drei Minuten später schlug Lasse-Bjarne Barz nach einem Querpass von Stefan Wulfing unbedrängt vor dem Tor aus drei Metern über den Ball.
TuRa-Missverständnis führt zum 0:2
Beim Doppelpack zum 0:2 halfen die fehntjer Verteidiger kräftig mit. In der 39. Minute nahm Bastian Dödtmann eine zu kurze Kopfabwehr 22 Meter vor dem Tor auf und drosch das Leder trocken ins kurze Eck. Schon der nächste Angriff brachte die Vorentscheidung. Nach einem schnellen Zuspiel von Tobias Nordlohne auf Barz schien die Situation schon geklärt, doch nach einem Missverständnis zwischen Torhüter Enno Bunger und Flügge trudelte der Ball zum 0:2 über die Linie. Die Gäste spielten, unterstützt von einer kleinen aber lautstarken Fangruppe weiter nach vorn, gingen aber zunächst fahrlässig mit ihren Möglichkeiten um. In der 55. Minute schlug Barz nach einem Zuspiel von Wulfing frei vor dem Tor über den Ball, dann schloss er ein Solo zu zögerlich ab, so dass Matthias Malchus vor der Torlinie klären konnte.
Westrhauderfehn verpasst Ausgleich
Als Ole Eucken in der 63. Minute mit einem Freistoß-Aufsetzer aus 25 Metern, bei dem TV-Keeper Jan Rohe nicht gut aussah, auf 1:2 verkürzte, keimte noch einmal Hoffnung im Fehntjer Lager auf, zumal Sönke Weßling in der 70. Minute einen Diagonalpass von Dahoud Jajen scharf vor das Tor passte und Waden nur um Zentimeter den Ausgleich verfehlte.
Doch als die Gäste dann praktisch im Gegenzug durch Espelage, der mit einem trockenen Schuss von der Strafraumgrenze erfolgreich war, auf 1:3 erhöhten, war die Partie gelaufen.
Spieldaten
Westrhauderfehn: Bunger, Douwes, Flügge (78. Hannes Möhlmann), Lüpkes (46. Waden), Malchus, Weber (81. Lünemann), Hinz (68. Jajan), Stührenberg, Ole Eucken, Weßling, Menken. Tore: 0:1 Dödtmann (39.), 0:2 Barz (40.), 1:2 O. Eucken (63.), 1:3 Espelage (71.), 1:4 Blömer (78.), 1:5 Espelage (80.), 1:6 Th. Wülfing (90.).
Nachdem derselbe Spieler nach einem Solo von Johann Kühling das 1:4 noch verpasste, traf Arne-Carsten Blömer in der 78. Minute. Kurz darauf setzte sich Kühling erneut durch, und Espelage hatte keine Mühe, das 1:5 zu erzielen. Mit dem Abpfiff des souveränen Schiedsrichters Per-Ole Wendlandt (Stenum) machte Thomas Wulfing das halbe Dutzend voll.