Daseinsvorsorge
Erweiterung des Friesoyther Krankenhauses
Die größte öffentlich geförderte Baumaßnahme in der Geschichte der Stadt Friesyothe startete jetzt: die Erweiterung des St.-Marien-Hospitals. Die Investition kostet rund 32 Millionen Euro.
Friesoythe - „Wir wollen Zukunft bauen“: So formulierte Bernd Wessels den Anspruch des 155 Jahre alten Friesoyther St.-Marien-Hospitals, Gesundheitsversorgung durch Spezialisierung auch für die kommenden Jahrzehnte zu gewährleisten. Erforderlich ist dafür eine Modernisierung und Erweiterung, deren Auftakt nun mit dem symbolischen Spatenstich am Standort stattfand. „Neubau Intensivstation, Intermediate Care, Zentralisierung der Operationssäle und Verlagerung der zentralen Sterilgut-Versorgungsabteilung“ lauten die damit verbundenen Schlagworte. „Klingt kompliziert, ist es auch“, kommentierte der Geschäftsführer, der mit Nadine Krefeld als gleichberechtigte Verwaltungsspitze die Gäste begrüßte.
Der bisherige Funktionsbau von 1987 weise erhebliche Mängel und hygienische Defizite auf. Auch Letzteres müsse dringend behoben werden, denn „besonders die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, dass ein stark steigender Anteil an isolierpflichtigen Patienten in allen Pflegebereichen erkennbar ist“, so Wessels. Darüber hinaus ist die Erweiterung des Adipositas-Zentrums, der Geriatrie und der qualifizierten Suchtberatung vorgesehen.
Investition von 32 Millionen Euro
Die „größte öffentlich geförderte Baumaßnahme in der Geschichte Friesoythes“ soll mit einer gemeinsamen Finanzierung umgesetzt werden. Die Verwaltung dankt in diesem Zusammenhang Land, Landkreis und Stadt. Eigenanteil und Zuschüsse zusammengerechnet „ergeben eine stolze Summe von rund 32 Millionen Euro. Das ist doch ein wahrer Grund zum Feiern“, betonte Wessels.
Topfit und gesund könne sich das Haus dennoch nicht präsentieren. Verantwortlich dafür seien nach wie vor die Regelungen zur Finanzierung des laufenden Betriebes, die die Versorgung „in große Gefahr“ geraten ließe. Deshalb wiederholte Wessels den Appell an Politik und Bevölkerung: „Betrachten Sie das St.-Marien-Hospital Friesoythe als Ihr Krankenhaus. Setzen Sie sich für eine gute medizinische und pflegerische Versorgung vor Ort ein. Für ein deutliches und klares Bekenntnis sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter äußerst dankbar.“
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Dass die gesamte Belegschaft „großartige Arbeit“ leistet, darin waren sich im Anschluss auch alle Festredner einig. Heino de Buhr, stellvertretender Bürgermeister, wünschte darüber hinaus eine „gute und stressfreie“ Bauzeit. Die scheidenden Landtagsabgeordneten Renate Geuter (SPD) und Karl-Heinz Bley (CDU) forderten ihre Nachfolger ausdrücklich dazu auf, für die Ausweitung von Investitionsmitteln und eine flächendeckende Grund- und Regelversorgung zu kämpfen. Über die architektonische Ausrichtung des Neubaus informierte Diplom-Ingenieur Joachim Welp.