Dreharbeiten in Leer
Darum geht es im neuen Friesland-Krimi
Noch bis zum 24. Mai wird in und um Leer für den nächsten Friesland-Krimi gedreht. Dabei wird eine neue Figur eingeführt.
Leer - Eine kleine Traube von Leeranern steht um die Stadtbibliothek herum, tuschelt und fotografiert. Der Grund: Sophie Dal und Felix Vörtler sind zurück in „ihrem“ Kommissariat, das in der Bibliothek untergebracht ist. Die Dreharbeiten für den nächsten Friesland-Krimi, der den Arbeitstitel „Artenvielfalt“ trägt, laufen derzeit.
„In Ostfriesland zu sein, ist jedes Mal schön“, sagt Sophie Dal, die auch ein bisschen was über den Inhalt des nächsten Films verrät. „Wir bekommen Zuwachs, das wird spannend und gibt dem Team eine schöne Note“, sagt die Schauspielerin. Der Zuwachs wird eine IT-Spezialistin sein, die für zwei Folgen an Bord des Friesland-Krimis sein wird.
Inhalt des Films
Laut Produzentin wird man generell viel über die Figuren erfahren. Es gehe bei der Folge um den Austausch und das Zusammenspiel der einzelnen Figuren untereinander. Das wird durch die Neue im Team zusätzlich aufgemischt. Doch auch inhaltlich passiert einiges:
Der Leiter der Leeraner Naturschutzgruppe, Erik Thomsen, befindet sich in einem heftigen Streit mit Ulrike Willert, der Vorsitzenden des Landwirtschaftsbündnisses. Auf der einen Seite soll die Artenvielfalt durch Mähverbote geschützt werden, auf der anderen Seite klagen die Bauern, dass durch ein spätes Mähen das entsprechende Gras so stark an Energie verliert, dass Kühe keine Milch mehr geben können und entsprechende Flächen wertlos werden. Dann wird Thomsens Verlobte, Kneipenbesitzerin Carolin Wörner, erschossen.
Interna dringen nach außen
Im Zuge der Ermittlungen wird eine große Summe Bargeld in der Wohnung der Toten gefunden. Nicht die einzige Ungereimtheit, auf die die Ermittler stoßen. Angeblich besaß Carolin einen Revolver – doch, warum? Mit ihrem Ex-Freund hatte Carolin sich trotz der Trennung so gut verstanden, dass sie ihn sogar zur bevorstehenden Hochzeit eingeladen hatte. Hat der Ex-Freund das nicht verkraftet und sie lieber umgebracht, als sie an der Seite eines anderen Mannes zu sehen?
Doch auch die Polizisten haben Probleme. Polizeiinterna waren nach außen gedrungen. Gibt es ein Informationsleck oder hat seine Dienststelle sich eine Schadsoftware eingefangen? Hier kommt die neue IT-Spezialistin Kim Erveling ins Spiel. Sie soll das Problem lösen. Gespielt wird sie von Veronique Coubard.
Särge vom Zoll beschlagnahmt
Auch Bestatter Wolfgang Habedank (Holger Stockhaus) hat ein dringendes Problem: Seine gesamte Lieferung neuer Särge ist vom Zoll beschlagnahmt worden. Das Holz, aus denen die Särge gefertigt sind, gilt nämlich als „schützenswert“, so dass Habedank unter Verdacht gerät, gegen die Bestimmungen zum Pflanzenschutz verstoßen zu haben. „Im Kern des Films steht die Landwirtschaft. Das ist ein großes Thema und interessant für mich, da auch ich selber vom Land komme“, so Felix Vörtler, der Jan Brockhorst spielt. Das Thema des Films wird die Artenvielfalt und die Argumente von Landwirten und Naturschützern beinhalten, soll dabei aber nicht werten, sondern die Argumente zu Wort kommen lassen.
In Leer finden die Dreharbeiten allerdings nur in der „Dienststelle“ und einer Stadtvilla statt. Es wird mehr im Umland gedreht, vor allem in Bunde, Weener und Ditzum. Und, wie die Produzentin verrät, sehr viel in Rapsfeldern. Die Dreharbeiten laufen noch bis zum 24. Mai. Der Film wird voraussichtlich erst im kommenden Jahr ausgestrahlt. Doch die Schauspieler werden in diesem Jahr noch für zwei weitere Folgen des Friesland-Krimis in der Stadt sein. Zudem wird man beim Filmfest Emden/Norderney vertreten sein.
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