„Ein Herz für Ostfriesland“

Flüchtlingstreff: Tolle Runde, trotz wenig Resonanz

 | 04.05.2022 16:03 Uhr  | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Zum Flüchtlingstreffen in Ostrhauderfehn waren nur wenige Besucher ins Gulfhaus gekommen. Foto: Weers
Zum Flüchtlingstreffen in Ostrhauderfehn waren nur wenige Besucher ins Gulfhaus gekommen. Foto: Weers
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Der Flüchtlingsstützpunkt Ostrhauderfehn hat Ukrainer und Helfer zu einem Klönschnack eingeladen. Die Resonanz war gering. Vorerst gibt kein weiteres Treffen, aber viele weitere Projekte.

Ostrhauderfehn - Mehr Resonanz hat sich Kerstin Benedix vom Flüchtlingsstützpunkt Ostrhauderfehn für den ersten Begegnungstreff für geflüchtete Menschen aus der Ukraine und Helfer in Ostfriesland versprochen. Es kamen nur fünf Flüchtlinge. Trotzdem gewinnt sie dem etwas Gutes ab.

Derzeit sind 46 aus der Ukraine nach Ostrhauderfehn geflüchtete Menschen bekannt. Die meisten seien bei Familien untergekommen. „Dann scheinen die Familien hier so behütet zu sein, dass es keinen Bedarf gibt“, sagt die Flüchtlingssozialarbeiterin. Das sei ein gutes Zeichen. Ein anderer Grund für das geringe Interesse könne sein, dass viele hoffen, möglichst bald wieder in ihr Land zurückzukehren. Ebenfalls zu dem Treffen eingeladen waren Helfer, die die Menschen betreuen. Etwa 15 sind dem Aufruf gefolgt.

Noch einiges in petto

Jene, die dennoch gekommen seien, hätten nach anfänglicher Ruhe gute Gespräche geführt und sich mit Einheimischen vernetzt. „Das war eine tolle Runde.“ Ein weiteres Treffen dieser Art werde es nicht geben. Dennoch soll irgendwann ein neuer Anlauf gestartet werden.

Kerstin Benedix steht ehemaligen Feuerwehrhaus in Holterfehn. Dort ist das Sachspendenlager des Flüchtlingsstützpunktes. Foto: Hellmers
Kerstin Benedix steht ehemaligen Feuerwehrhaus in Holterfehn. Dort ist das Sachspendenlager des Flüchtlingsstützpunktes. Foto: Hellmers

Projekte hat Benedix vom Flüchtlingsstützpunkt dennoch einige in petto. Dabei wird sie von „Ein Herz für Ostfriesland“ unterstützt. Das ist das gemeinsame Hilfswerk von Ostfriesen-Zeitung, Ostfriesischen Nachrichten und General-Anzeiger, das derzeit geflüchtete Menschen aus der Ukraine in den Fokus rückt. Der Stützpunkt bekommt 5000 Euro von den Spenden der Leser.

Sachspenden

Unter anderem werden im ehemaligen Feuerwehrhaus in Ostrhauderfehn Sachspenden gesammelt und mit Einkäufen ergänzt. Derzeit werden beispielsweise Fahrräder benötigt. Bislang seien die Räder gespendet worden, und der Flüchtlingsstützpunkt hätte sich um Reparatur und Ersatzteile gekümmert. Nun müssten Räder gekauft werden, so Benedix.

Auch die Sachspenden für die Haushaltsführung, wie Bettwäsche, Teller und Besteck, müssten ergänzt werden. Dazu kämen Anschaffungen für Sprachkurse, die geplant seien. Auch Gutscheine für Windeln aus einer Drogerie sollen gekauft werden, so Benedix.

Das Hilfswerk „Ein Herz für Ostfriesland“ ist eine gemeinnützige GmbH. Alle gespendeten Gelder kommen dem Verwendungszweck zu 100 Prozent zugute. Spenden für die Hilfsaktion für die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine sind möglich unter der Kontoverbindung: Raiffeisen-Volksbank, Aurich, IBAN DE 94 2856 2297 0414 5372 02.