Hamburg

So viel Spargel essen die Deutschen im Durchschnitt

Carl Lando Derouaux
|
Von Carl Lando Derouaux
| 29.04.2022 18:50 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Spargelsaison hat eröffnet. Wie viel verspeisen die Deutschen? Foto: dpa | Jens Büttner
Die Spargelsaison hat eröffnet. Wie viel verspeisen die Deutschen? Foto: dpa | Jens Büttner
Artikel teilen:

Spargel ist bei den Deutschen ein beliebtes Gemüse, kürzlich startete die diesjährige Saison. Wie viel wurde in den vergangenen Jahren hierzulande konsumiert?

Spargel ist saisonales Gemüse und besonders dieser Tage sehr begehrt: Nach Erdbeeren gehört Spargel zu den beliebtesten Köstlichkeiten, die nicht ganzjährig zu haben sind. Die Stangen sind sehr kalorienarm und überaus gesund, enthalten sie doch wichtige Vitamine. Wie viel Spargel wurde in Deutschland in den vergangenen Jahren verkostet?

Wie die Statista-Grafik auf Grundlage von vorläufigen Daten des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL) zeigt, haben die Deutschen in der vergangenen Saison weniger Stangen zu sich genommen. Demnach lag der Pro-Kopf-Konsum in 2020/21 bei rund 1,5 Kilogramm (in der Grafik lässt sich fälschlicherweise 1,4 Kilogramm ablesen. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen). Das macht einen Anteil am gesamten Gemüsekonsum von 1,4 Prozent aus. Damit lag der Verzehr durchschnittlich 200 Gramm unter den Werten der vorherigen drei Jahre. Damals verspeiste ein Deutscher im Durchschnitt 1,7 Kilogramm pro Saison.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie hatte in den vergangenen zwei Jahren einen Mangel an Erntehelfern bedeutet, in dessen Folge die vergangenen zwei Ernten beeinträchtigt wurden. Mit 115.700 Tonnen sie die Erntemenge vergangenes Jahr deutlich unter dem bisherigen Spitzenwert von vor der Pandemie (2018, 133.020 Tonnen) geblieben. Die Angaben über den Spargelkonsum aus diesem Jahr können erst nach der Saison ausgewiesen werden, die noch bis etwa Ende Juni anhält.

Für den Konsum in diesem Jahr dürften auch wieder die Preise eine Rolle spielen. Für die aktuelle Saison haben die Landwirte noch Mitte März mit steigenden Preisen gerechnet. Verantwortlich dafür könnten die gestiegenen Energie- und Düngemittelpreise sowie der höhere Mindestlohn sein, der bis zum 1. Oktober auf zwölf Euro pro Stunde angehoben werden soll.

Claudio Gläßer von der Agrarmarkt-Informations-Gesellschaft (AMI) prognostizierte jedoch, dass sich die Preise für die Endverbraucher in diesem Jahr auf Vorjahresniveau bewegen würden. Der Kilo-Preis für Spargel kann während einer Saison kann stark variieren. Besonders zu Anfang sind hohe Preise möglich, weil das Angebot zu diesem Zeitpunkt noch knapp ist.

Deutschland ist europaweit das Land mit den größten Anbauflächen für Spargel, wie aus Daten von Eurostat hervorgeht. Wie die nachstehende Statista-Grafik zeigt, wird das Gemüse hierzulande auf 22.410 Hektar angebaut. Mit einigem Abstand dahinter folgt Spanien mit einer Anbaufläche von 14.220 Hektar.

Ähnliche Artikel