Digital total

Wie Firmen uns das Leben schwer machen

Fabian Scherschel
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Eine Kolumne von Fabian Scherschel
| 26.04.2022 09:17 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Fabian Scherschel
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Auf unserer Internetseite veröffentlichen wir sechs Mal in der Woche eine Kolumne. Dienstags geht es immer um Digitales.

Neulich wollte sich meine Frau mein iPad für ein paar Tage ausleihen, um damit auf einer Konferenz Termine zu planen und Notizen zu machen. In meinem jugendlichen Leichtsinn dachte ich mir: „Ach, Apple wird das mit den verschiedenen Nutzerkonten auf einem iPad bestimmt mittlerweile hinbekommen haben.“

Ja, von wegen. Apple beharrt tatsächlich immer noch darauf, dass jeder Anwender sein eigenes iPad kaufen soll. Ein iPad, ein Nutzerkonto.

Dabei gibt es eigentlich keine technische Hürde, die unterschiedliche Nutzerkonten auf einem Gerät mit iPadOS verhindern würde. Ganz im Gegenteil: Organisationen wie Schulen und große Firmen können mit Apple-Software fürs Mobile Device Management durchaus mehrere Nutzerkonten auf einem iPad einrichten. Apple stellt diese Funktionen nur nicht für Endkunden zur Verfügung.

Alle Kunden von Apple sind reich

Wenn ich eins hasse, dann sind es Firmen, die trotz hochentwickelter technischer Möglichkeiten ihren Kunden künstlich das Leben schwer machen, nur weil sie mehr Geld verdienen wollen. Und das ist ganz sicher Apples Motivation hier. Die Firma hat sich einfach gedacht: Unsere Kunden sind eh reich, sonst könnten sie sich keine Apple-Geräte leisten. Dann kann sich auch gleich jeder sein eigenes iPad kaufen, oder?

Nur leider habe ich mir kein iPad gekauft, weil ich reich bin. Sondern weil die Malsoftware, die ich hauptsächlich auf dem Gerät verwende, nun mal nicht für Android zur Verfügung steht.

Werden wir uns jetzt ein zweites iPad kaufen, weil Apple uns künstlich das Leben schwer macht? Ich denke nicht, Tim. Wohl eher im Gegenteil. Ich werde mir bei der nächsten Anschaffung noch mal genau überlegen, wieder was von Apple zu kaufen. Ich mag wirklich keine Firmen, die mir das Leben schwer machen, damit ich ihnen mehr Geld in den Rachen schmeiße.

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