Vereinsleben

TuRa Westrhauderfehn ist ab sofort ohne Vorsitzenden

Hans Damm
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Von Hans Damm
| 23.04.2022 12:27 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Der 2. Vorsitzende Knut Hofmayer (rechts) verabschiedete den bisherigen Vorsitzenden Heinz Weßling. Fotos: Damm
Der 2. Vorsitzende Knut Hofmayer (rechts) verabschiedete den bisherigen Vorsitzenden Heinz Weßling. Fotos: Damm
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Heinz Weßling machte am Freitag seine Ankündigung war und trat nicht erneut für die Wahl als Vorsitzender von TuRa Westrhauderfehn an. Einen Nachfolger gibt es noch nicht. So geht es nun weiter.

Westrhauderfehn - TuRa 07 Westrhauderfehn ist seit Freitagabend ohne ersten Vorsitzenden. Der bisherige Vereinschef Heinz Weßling, der seinen Abschied schon vor einigen Wochen angekündigte hatte, machte sein Vorhaben wahr und stellte sich auf der turnusmäßigen Jahres-Mitgliederversammlung nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung. Sein Stellvertreter Knut Hofmeyer bedankte sich bei Weßling für die gute Zusammenarbeit und überreichte dem scheidenden Vorsitzenden ein Präsent.

Weßling, der den Traditionsverein, der in diesem Jahr sein 115-jähriges Bestehen feiert, seit drei Jahren führte, gab rein private Gründe für seinen Rückzug an. „Ich habe meinen Vorstandskollegen und -kolleginnen die Gründe mitgeteilt. Sie wurden von allen akzeptiert“, sagte der scheidende Vorsitzende. „Es gab keine Unstimmigkeiten im Vorstand. Die Geschäftsfähigkeit des Vereins bleibt erhalten, jetzt muss möglichst schnell ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin gefunden werden.“

1000er Grenze an Mitgliedern geknackt

Den konnte Weßlings Vorgänger Dr. Christoph Oltmanns, der im letzten Jahr zum Ehrenvorsitzenden gewählt wurde und jetzt als Wahlleiter fungierte, noch nicht präsentieren. Weder im Vorfeld noch auf der gut besuchten Versammlung im Vereinslokal Plümer fand sich jemand bereit den Posten zu übernehmen. Nun soll ein Findungsausschuss, bestehend aus Dr. Oltmanns, Knut Hofmayer und Frauenwartin Martina Kramer, Kandidaten vorschlagen.

In seinem letzten Rechenschaftsbericht hob Weßling die gute Zusammenarbeit im Verein hervor. Sein besonderer Dank galt dem Jugendleiterteam um Jugendobmann Oliver Baarts und seinen Stellvertretern Ralph Stellamans und Ralf Frede. „Trotz der durch Corana verursachten langen Trainings -und Wettkampfpause ist es euch gelungen, die Kinder und Jugendlichen zusammen zu halten. Das war keine einfache Aufgabe“, so der scheidende Vereinschef. Trotz der pandemiebedingten widrigen Umstände sei der Mehrspartenverein auf einem guten Weg. Die Mitgliederzahl habe die Tausendergrenze mit 1024 wieder überschritten. Nach zweijähriger Pause findet auch der Kleinbahnlauf in diesem Jahr wieder statt. Die 15. Auflage wird am 10. Juni gestartet.

Andere Posten einstimmig bestätigt

Schatzmeister Peter Schaa konnte sich kurzfassen. Der Umsatz des Gesamtvereins fiel durch die zurückgegangenen Aktivitäten mit knapp 200.000 Euro geringer aus als in den vergangenen Jahren, der Überschuss betrug mehr als 20.000 Euro. „Außer der Installationen von neuen Toren auf dem Hauptplatz gab es keine nennenswerten Investitionen“, so Schaa. Der Schuldenstand konnte um 6.600 Euro auf 62.000 Euro gesenkt werden.

Die restlichen Teilwahlen zum Vorstand gingen zügig über die Bühne. Hans-Joachim Koch, wurde als dritter Vorsitzender ebenso einstimmig bestätigt wie Schriftführer Horst Tinnemeyer und Jugendobmann Oliver Baarts. Tennisabteilungsvorsitzender Rolf Park gehört dem Vorstand als 4. Vorsitzender per Satzung an. Der 2. Vorsitzende Knut Hofmayer, Schatzmeister Peter Schaa, Frauenwartin Marion Kramer und Jugendwartin Martina Beckmann waren schon auf der letzten Mitgliederversammlung im September 2021 in ihren Ämtern bestätigt worden. Zu Kassenprüfern wurden Rita Santjer und Hendrik Gossmann gewählt. Hedda Ewen, Christof Harms und Günther Specht bilden weiterhin den Ältestenrat.

Kunstrasenplatz erneut Thema

Wie ein Roter Faden zog sich die Diskussion um die Errichtung eines Kunstrasenplatzes durch die Versammlung. Weßling machte noch einmal die Bedeutung eines wetterfesten Übungsplatzes klar. „Ohne eine Trainingsmöglichkeit in der witterungsunbeständigen Zeit wird es kaum möglich sein, Kinder und Jugendliche langfristig für den Fußballsport in Rhauderfehn – und das gilt für alle Vereine – zu begeistern. Wir haben viele Gespräche geführt. Jetzt muss gehandelt werden.“

Rhauderfehns stellvertretender Bürgermeister Gerhard Krone konnte leichte Entwarnung geben. Der Ausschuss für Sport, Kultur und Ehrenamt der Gemeinde habe am Vortag beschlossen, den Bedarf anzuerkennen und entsprechende Mittel in den kommenden Haushalt einzustellen. Sascha Laaken, der Landrat Mathias Groote vertrat, konnte zwar keine finanziellen Zusagen machen, stellte aber heraus, dass die Stabsstelle Ehrenamt beim Landkreis Unterstützung bei der Antragstellung von Zuschüssen behilflich sei. Laaken begrüßte die Zusammenarbeit der Vereine im Oberledingerland, der in einem Sportentwicklungsplan der drei Gemeinden Westoverledingen, Rhauderfehn und Ostrhauderfehn mündet. Dieser soll am 12. Mai im neuen Vereinszentrum in Ostrhauderfehn vorgestellt werden.

Johann Schön, stellvertretender Vorsitzender des NFV-Kreises Ostfriesland, der den Bau des neuen Platzes ebenfalls unterstützte, entgegnete Laaken, dass von anderen Kreisen durchaus Zuschüsse gezahlt werden, der geplante Platz sich direkt im Schulzentrum befinde und auch von den kreiseigenen Schulen genutzt werden könne.

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