Kolumne: Für die Ehre
Ein Leuchtturm für die Motivation
Auf unserer Internetseite veröffentlichen wir sechs Mal in der Woche eine Kolumne. Samstags geht es ums Ehrenamt.
Es gibt Tage im Ehrenamt, die braucht man einfach nicht. Es sind die Tage, an denen Einiges schief läuft oder einem die Lust zu Dingen fehlt, die erledigt werden müssen. An diesen Tagen versuche ich immer, das Positivste zu finden, und erledige diese Sache möglichst zum Schluss, dann hat man zumindest ein gutes Ziel.
Vor einiger Zeit lag so ein nicht zu gebrauchender Tag bei mir an. Informationen gesammelt und die Texte fertiggeschrieben zu einem kniffeligen Thema, zu dem eine Anfrage kam. Dann die Absage, da das Thema keinen Platz mehr in dem anfragenden Medium fand – alles freundlich und nachvollziehbar. Ich stellte mir dennoch die Fragen, warum und wozu ich mir die Zeit nehme. Kurz darauf erhielt ich eine Mail, die wie ein Leuchtturm auf mich wirkte: Ein Geschenk für meine ehrenamtliche Arbeit wurde angekündigt, das wir bei der Feuerwehr sehr gut gebrauchen können. Das ließ meine Motivation wieder auf Betriebstemperatur hochfahren.
Zur Person
Manuel Goldenstein (41), geboren in Aurich und aufgewachsen in Südbrookmerland, arbeitet eigentlich als Pfleger im Klinikum Emden. Vor allem aber ist er leidenschaftlicher Feuerwehrmann. Er ist Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbands Aurich und Sprecher des Arbeitskreises Presse- & Öffentlichkeitsarbeit des Feuerwehrverbands Ostfriesland.
Auch in den anderen Einheiten der Feuerwehren gibt es bei den Mitgliedern solche Tage, die einem die aufgebrachte Zeit manchmal als vergebens wirken lassen. Doch schnell bringen die Kameradschaft oder ein anderes Ereignis den Leuchtturm in Sicht und es geht mit neuer Energie weiter. Dann erkennt man auch wieder, warum man die ehrenamtliche Tätigkeit leistet.
Wenn eine Phase eintritt, die dich auffrisst, musst du nach dem Leuchtturm Aussicht halten. Er kündigt sich durch sein Signallicht an, man muss nur die Augen öffnen und ihn erkennen. Freiwillig Engagierten gelingt es gut, sich aus Tiefs zu befreien, weil sie nie allein dastehen. Die Gemeinschaft und der Kontakt zu verschiedenen Menschen wirken sich positiv auf die Motivation aus. Soziale Kontakte sind für Menschen wichtig und werden durch die Mitgliedschaft in der Feuerwehr, einer Hilfsorganisation oder einem Verein gefördert.
Einzelne doofe Tage gibt es überall: Ausschau halten nach dem Leuchtturm!
Kontakt: kolumne@zgo.de
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Das Ehrenamt muss nicht alles dominieren
Anerkennung über den Moment hinaus
Warum die Zeit nicht anders nutzen?