Workshop
Skulpturen nach Shona-Tradition
Der simbabwische Künstler Wimbai Ngoma bietet zusammen mit dem Kunstkreis Rhauderfehn Steinbildhauerei-Workshops an. Dort wird nach der traditionellen Shona-Art gearbeitet.
Westhauderfehn - Wimbai Ngoma zeigt Bildhauerei-Interessierten in seinen Workshops das Arbeitsgefühl der Shona-Kunst. Zusammen mit dem Kulturring und Kunstkreis Rhauderfehn bietet er aktuell einen Kurs für die Steinbildhauerei an.
Der simbabwische Künstler ist das erste Mal in Rhauderfehn. Seit 2008 hat er mehrere Workshops in Deutschland angeboten. Seine Skulpturen wurden schon in Kanada und Italien ausgestellt.
Shona-Kunst aus Simbabwe
Ngoma schafft seit 1997 Skulpturen nach der traditionell simbabwischen Shona-Art. Hierbei bearbeitet man mit Hammer, Meißel und Feile die sogenannten Serpentinsteine, erklärt er.
Diese stammten aus Simbabwe und haben die Besonderheit, ihre echte Farbe erst nach dem Polieren zu zeigen. Ihre Beschaffenheit ähnelte einem Mittel zwischen Granit und Speckstein.
Kunst als universelle Sprache
In seinen Kursen zeigt der 47-Jährige, wie man mit den Steinen umgehen muss. „Es ist mehr ein Leiten als Lehren“, sagt er. Dabei sei das Motiv, das die Neugierigen für ihre Skulptur wählen, nicht von Bedeutung. „Die Skulpturen sollen ein Gefühl vermitteln“, so Ngoma. „Das ist das Wichtigste an der Shona-Kunst.“
Dass er seine Kurse auf Englisch hält, sei meist kein Problem. Schließlich lerne man in der Bildhauerei vom Zeigen und Ausprobieren, nicht vom Erklären. „Die Kunst an sich ist eine universelle Sprache, die jeder versteht“, sagt der Künstler. Die Teilnehmenden des aktuellen Workshops, welcher seit dem 1. April läuft, sind begeistert. „Obwohl wir alle keine vorherigen Erfahrungen mit Shona-Kunst hatten, sehen die Skulpturen aus wie von Profis geformt“, freut sich Anna Fennen vom Kunstkreis Rhauderfehn.
Kurse auch für Anfänger geeignet
Sie und andere Mitglieder des Kreises seien begeistert vom Klima, das im Workshop herrscht. „Wimbais Kurs ist definitiv eine Bereicherung für uns“, fügt Hartmut Dierks vom Kunstkreis hinzu.
Weitere Anmeldungen für den laufenden Workshop sind nicht möglich, doch soll im Mai oder September diesen Jahres ein weiterer Kurs in Rhauderfehn angeboten werden. „Für eine Skulptur braucht man in der Regel drei Tage“, sagt Ngoma. „Man kann auch eine zweite anfangen, wenn die Zeit reicht.“ Die Teilnahme ist möglich für Menschen ab 14 Jahren und die Kosten liegen bei 60 Euro pro Tag. Hinzu kommen drei Euro pro Kilogramm Serpentinstein. Diese werden für die Workshops aus Simbabwe geliefert.
Informationen über die geplanten Kurse im Mai oder September gibt es beim Kulturring und Kunstkreis Rhauderfehn. Ab dem 6. Mai werden Ngomas Skulpturen im Rahmen einer Ausstellung in der Volksbank Westrhauderfehn anzusehen sein.