Fußball

Showdown in Strudden: Ein „Endspiel“ für vier Mannschaften

| | 31.03.2022 18:14 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Middelser um Johann von Esmarch-Faß (links) und Martin Habben (daneben) haben eine große Aufholjagd gestartet. Wird sie nun gekrönt? Foto: Ortgies
Die Middelser um Johann von Esmarch-Faß (links) und Martin Habben (daneben) haben eine große Aufholjagd gestartet. Wird sie nun gekrönt? Foto: Ortgies
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Das letzte Spiel der Bezirksliga-Qualifikationsrunde ist von hoher Bedeutung. Der TuS Middels muss gewinnen, um noch die Aufstiegsrunde zu erreichen. Zwei nicht beteiligte Teams fiebern intensiv mit.

Friedeburg/Middels - Alle Augen nach Strudden: Auf dem Sportplatz des TuS findet am Sonnabend um 14 Uhr das letzte Nachholspiel der beiden Bezirksliga-Staffeln statt, bevor am 9./10. April die Auf- und Abstiegsrunden starten. Dabei kommt es zu einem ungewöhnlichen „Endspiel“ für gleich vier Mannschaften. Der TuS Middels (5.) will mit einem notwendigen Sieg seine Anfang Oktober gestartete Aufholjagd krönen und noch die Aufstiegsrunde erreichen. Der TuS Strudden (2.) möchte das mit einem Remis oder Sieg verhindern, um zwölf statt zehn Punkte mit in die Aufstiegsrunde zu nehmen. Der bereits alle 14 Partien absolvierte SV Wallinghausen (5.) hofft, dass Middels nicht gewinnt und nicht noch in die Abstiegsrunde rückt. Und der FC Norden (6.) drückt aus anderen Gründen Middels die Daumen.

TuS Strudden

„Wir freuen uns auf dieses Spiel und eine hoffentlich tolle Kulisse“, sagt Trainer Frank Winkler. Seine Mannschaft bestritt Mitte November ihr letztes Pflichtspiel, absolvierte deshalb eine intensive und lange Vorbereitung: „Das war auch nötig, um wieder in Bewegung zu kommen. Mit jedem Testspiel wurde es auch besser.“ Corona ist allerdings auch bei den Friedeburgern ein unliebsamer Mitspieler. Drei bis vier Akteure drohen auszufallen. Doch Winkler verspricht: „Wir werden alles geben und Middels nichts schenken.“

TuS Middels

Nach dem Rücktritt von Uwe Langheim Ende September übernahm der Sportliche Leiter Sven Glöckner das Traineramt, gibt es im Sommer an Bruno Mönck weiter und konzentriert sich dann wieder auf die Arbeit im Hintergrund. Die auf dem Platz lässt sich sehen: 13 von 18 möglichen Punkten sammelte er mit dem zwischenzeitlich auf den letzten Platz gefallenen Mitfavoriten und erarbeitete sich durch die jüngsten Heimsiege gegen Weene (7:0) und Norden (1:0) das Endspiel. „Damit hätte im Oktober niemand gerechnet, dass wir uns doch noch für die Aufstiegsrunde qualifizieren können. Nun wollen wir auch den letzten Schritt gehen“, sagt Glöckner. Schafft es der TuS, hätte er dort wegen der besonderen Punkeregel in dieser Saison sogar nur zwei Punkte Rückstand auf Platz eins. Die Middelser müssen nun lange auf Marco Voigt verzichten, der sich gegen Norden das Kreuzband riss und heute operiert wird.

SV Wallinghausen

Ein Großteil der SVW-Mannschaft wird sich das Spiel in Strudden Sonnabend live anschauen: „Einige Jungs waren auch schon bei den anderen beiden Spielen vor Ort. Ich kann das nicht. Ich werde mich per Liveticker informieren lassen und zuhause warten“, sagt Trainer Sven Bünting. „Das Schlimmste ist, dass wir es nicht selbst beeinflussen können.“ Der Sprung in die Aufstiegsrunde wäre der direkte Klassenerhalt und Lohn für eine tolle Entwicklung. Geht es in die Abstiegsrunde, muss man nochmals alle Kräfte bündeln.

FC Norden

Und dann ist da ja noch der FC Norden, der beide Partien gegen Middels verlor und beide gegen Wallinghausen gewann. Heißt: Für Norden geht es direkt um sechs Punkte mehr oder weniger in der Abstiegsrunde, acht Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz oder eben Punktgleichheit mit einem Abstiegsplatz.

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