Kultur

Mehr als 250.000 Euro in einem Vierteljahrhundert gespendet

Hans Passmann
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Ein Kommentar von Hans Passmann
| 30.03.2022 13:57 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das Moor- und Fehnmuseum Elisabethfen ist ein großer Kulturträger in der Region. Foto: Passmann
Das Moor- und Fehnmuseum Elisabethfen ist ein großer Kulturträger in der Region. Foto: Passmann
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Der Verein „Gemeinschaft der Freunde und Förderer des Moor- und Fehnmuseums Elisabethfehn zog Bilanz. Die Kultureinrichtung steht gut da.

Elisabethfehn - Der Vorstand des Vereins „Gemeinschaft der Freunde und Förderer des Moor- und Fehnmuseums Elisabethfehn (GFM) war auf seiner Mitgliederversammlung in der Teestube des Museums erfreut, welche gute Entwicklungen die Einrichtung in denn vergangenen Jahren genommen hat. Die Gemeinschaft mit ihren mehr als 100 Fördermitgliedern setzt sich sehr für die gemeinnützige Einrichtung. Es ist ein Zusammenschluss ideeller Natur, der keinem Zwang unterliegt. „Wir haben das Museum seit dessen Gründung vor mehr als 25 Jahren mit finanziellen Mitteln unterstützen können“, sagte der Vorsitzende, Cloppenburgs Ehren-Landrat Hans Eveslage, in seinem Jahresbericht.

Dank engagierter Sponsorenförderung und Zuschüssen verschiedener Institutionen habe sich das Museum am Kanal kontinuierlich entwickeln und vergrößern können. Durch die Spenden habe man viele Wünsche der Museumsleitung erfüllen können, so Eveslage.

Mehr als 250.000 Euro gespendet

„Auch für die Zukunft werden wir wieder unsere Wünsche an den Förderverein herantragen“, sagte Museumsleiterin Antje Hoffmann, als sie den Mitgliedern einen Überblick über die aktuelle Arbeit im Museum gab. Leider habe im Vorjahr das 25-jährige Bestehen des Fördervereins wegen Corona nicht gefeiert werden können. In den 25 Jahren seines Bestehens habe der Verein das Museum immerhin mit mehr als 250.000 Euro unterstützt. „Wir nutzen dieses Geld schon seit vielen Jahren ausschließlich für besondere Anschaffungen und Projekte“, versicherte Hoffmann. Erfreulich sei, dass die Einrichtung 2021 wieder das Museumsgütesiegel des Museumsverbands Niedersachsen und Bremen erhalten habe.

Der Vorsitzende des Vereins „Gemeinschaft der Freunde und Förderer des Moor- und Fehnmuseums Elisabethfehn (GFM) Hans Eveslage (links) freute sich 2021 zusammen mit Antje Hoffmann (Mitte) und Bürgermeister Nils Anhuth, dass dem Museum wieder das Gütesiegel erhielt. Foto: Passmann
Der Vorsitzende des Vereins „Gemeinschaft der Freunde und Förderer des Moor- und Fehnmuseums Elisabethfehn (GFM) Hans Eveslage (links) freute sich 2021 zusammen mit Antje Hoffmann (Mitte) und Bürgermeister Nils Anhuth, dass dem Museum wieder das Gütesiegel erhielt. Foto: Passmann

Die aktuell laufende Sonderausstellung über das Torfkokswerk in Elisabethfehn wird noch bis Juni 2022 gezeigt. „Das kommende Ausstellungsprojekt befasst sich mit der Ringofenziegelei in Scharrel“, gibt die Museumsleiterin einen Ausblick. Bei den Recherchen zu dem Thema „Torf und Ziegel“ werde das Museum von Claus-Dieter Brinkmann, Hans Brinkmann und Werner Ubbens unterstützt. „Schön ist es, dass wir wichtigen, fachlichen Rat nach wie vor vom ehemaligen Vorsitzenden unseres Fördervereins, Jürgen Günther, erhalten. Die Eröffnung der Sonderausstellung ist für das kommende Jahr geplant“, sagte Hoffmann.

Pläne für die alte Kammer der Schleuse Osterhausen

Neu gestaltet wird auch der Moorlehrgarten. Das umfangreiche Sammlungsgut könne nun auch im ehemaligen Betriebshof des Wasserwirtschaftsamtes Cloppenburg untergebracht werden.

Zwei äußerst aussagekräftige Exponate möchte man der Region für die Zukunft erhalten. Geplant sei um das Muttschiff „Johanna“ , dem Nachbau eines historischen Plattbodenschiffes, die frühere Schleusenkammer der Schleuse Osterhausen aufzustellen. Eine Kammerwand und ein Schleusentor bleiben offen, so dass die Schleuse begehbar ist. Dadurch könnten Besucher erleben, welche Dimensionen eine Schleuse hat. In der Kammer steht dann das Muttschiff. Damit das Ensemble vor der Witterung geschützt ist, soll es überdacht werden. Die Anlage wird auf dem Parkplatz vor dem Museums platziert. „Wir rechnen mit Kosten von rund 150.000 Euro. Das Geld muss noch eingeworben werden“, sagt Hoffmann.

Das Muttschiff „Johanna“ wird in Zukunft in der alten Schleusenkammer der Schleuse Osterhausen auf dem Gelände des Museums liegen. Foto: Passmann
Das Muttschiff „Johanna“ wird in Zukunft in der alten Schleusenkammer der Schleuse Osterhausen auf dem Gelände des Museums liegen. Foto: Passmann

„Der Bericht unserer Museumsleiterin zeigt nicht nur, welch großartige Arbeit hier geleistet wird, sondern auch wie vielfältig die Kulturarbeit ist. Nicht jede Gemeinde hat so ein großartige Musuem“, bilanzierte der Vorsitzende der Gemeinschaft, Hans Eveslage.

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