Leader-Programm
66 Projekte in der Region wurden gefördert
Die Aktionsgruppe Fehngebiet bewirbt sich erneut um Fördergeld aus dem Leader-Programm. Sie hofft auf drei Millionen Euro bis 2027. Das Geld soll in Tourismus, Klimaschutz und Mobilität fließen.
Oberledingerland/Region - Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der Leader-Region Fehngebiet hat sich in ihrer 60. Sitzung neu konstituiert. „Ich freue mich, hier neue wie altbekannte Gesichter begrüßen zu dürfen und mit Ihnen gemeinsam eine erfolgreiche nächste Förderperiode einzuleiten“, erklärte Andrea Sope. Die LAG-Vorsitzende wurde auf der Versammlung im Amt bestätigt.
Die Aktionsgruppe Fehngebiet bewirbt sich bereits zum vierten Mal um Fördergelder. Die Region umfasst die Gemeinde Apen (Kreis Ammerland), die Gemeinde Großefehn und die Stadt Wiesmoor sowie vier Ortsteile der Gemeinde Ihlow (Kreis Aurich), die zwei Samtgemeinden Hesel und Jümme sowie die Gemeinden Ostrhauderfehn, Rhauderfehn und Uplengen im Landkreis Leer sowie die Gemeinde Barßel im Landkreis Cloppenburg. Die Aktionsgruppe hofft auf drei Millionen Euro an EU-Fördergeldern bis 2027. Privatpersonen, Kommunen und Vereine können der Aktionsgruppe ihre lokalen Projektideen vorstellen. Eine Förderung von bis zu 65 Prozent aus dem Leader-Budget ist möglich. Ansprechpartnerin beim Regionalmanagerin ist Felicitas Sieweck (Telefon 0491/926-1708, Mail: kontakt@fehngebiet.de).
Eine Bürgerbefragung lieferte Projekt-Ideen
Die Basis für die Leader-Zusammenarbeit bildet das 2015 gemeinsam erarbeitete regionale Entwicklungskonzept, das nun überarbeitet und den aktuellen Herausforderungen vor Ort angepasst wird. Zentrale Themenbereiche sind zum Beispiel Ehrenamt und regionale Identität, Tourismus und Freizeit sowie Nahversorgung und Mobilität. Aber auch der Umwelt- und Klimaschutz sowie die Digitalisierung stellen für das Fehngebiet zukunftsweisende Entwicklungen dar.
Vom 15. November bis zum 5. Dezember war von der Leader-Aktionsgruppe eine Bürgerbeteiligung auf den Weg gebracht worden. So konnten in einer Online-Umfrage Wünsche und Einschätzungen, unter anderem zur Lebensqualität vor Ort sowie zum Wohn- und Freizeitangebot, geäußert werden. Es war so etwas wie eine Ideenschmiede in der Bevölkerung. Im Januar folgte dann eine sogenannte Zukunftskonferenz, zu der Akteure aus Politik und Gesellschaft eingeladen waren, Handlungsbedarfe miteinander zu diskutieren und gemeinsam Projektideen zu entwickeln. Das verabschiedete Konzept soll künftig als Richtschnur für die Projektförderung gelten.
Gruppe erarbeitet und begleitet Konzept
In der nun auslaufenden Förderperiode haben insgesamt 66 Projekte von einer Förderung profitiert. So wird in Augustfehn in Zusammenhang mit dem barrierefreien Ausbau des Bahnhofs mit einem Zuschuss von 183.000 Euro ein witterungsgeschützter Wartebereich mit einer Überdachung im Stile der örtlichen Eisenhütte geschaffen, der zugleich als Infopunkt für die Deutsche Fehnroute dient. Am Idasee hat der Wassersportclub Idafehn rund 20.000 Euro erhalten und konnte unter anderem eine neue Steganlage sowie ein neues Hindernis im Wasser, ein sogenanntes Obstacle, errichten. Und der Turm der Burg Stickhausen ist dank eines Leader-Zuschusses in von knapp 150.000 Euro sowie Bundesmitteln saniert worden und wieder für Besucher geöffnet.
„Das Besondere am Leader-Programm ist, dass die Menschen vor Ort den regionalen Entwicklungsprozess direkt mitgestalten können“, erläutert Felicitas Sieweck vom Regionalmanagement. Auch nach Beendigung der Beteiligungsphase seien Projektideen, die einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Region leisten, herzlich willkommen. Dieses Förderprogramm der Europäischen Union ist bereits 1991 aufgelegt worden.
Es zielt darauf ab, durch innovative und nachhaltige Projekte die ländlichen Räume in ihrer eigenständigen Entwicklung zu stärken. Basis bildet das Regionale Entwicklungskonzept, welches die für die jeweilige Region maßgeschneiderte Entwicklungsstrategie beinhaltet. Das Konzept wird von der Lokalen Aktionsgruppe erarbeitet und in der Umsetzung begleitet.