Fußball

TuRa verpasst Aufstiegsrunde trotz bester Torchancen

Hans Damm
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Von Hans Damm
| 20.03.2022 20:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Duell der Kreativen: Ole Eucken (rechts) versucht Papenburgs Niklas Papen vom Ball zu trennen. Mathis Buscher eilt Eucken zur Hilfe. Fotos. Damm
Duell der Kreativen: Ole Eucken (rechts) versucht Papenburgs Niklas Papen vom Ball zu trennen. Mathis Buscher eilt Eucken zur Hilfe. Fotos. Damm
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Die Aufholjagd von TuRa Westrhauderfehn in der Landesliga blieb die Krönung verwehrt. Durch das 1:2 gegen Papenburg verpasste man die Aufstiegsrunde. Dabei hätte es ganz anders laufen können.

Westrhauderfehn - Die Aufholjagd von Fußball-Landesligist TuRa 07 Westrhauderfehn wurde im letzten Spiel der Qualifikationsrunde gebremst. Die Fehntjer unterlagen dem SC Blau-Weiß 94 Papenburg im „Endspiel“ und Derby mit 1:2 und müssen ab nächster Woche in der Abstiegsrunde antreten. Die Emsländer gehen als Tabellendritter in die Aufstiegsrunde und haben den Klassenerhalt damit schon sicher.

500 Zuschauer wollten sich bei tollem Fußballwetter das gefühlte „Endspiel“ um die Aufstiegsrunde nicht entgehen lassen.
500 Zuschauer wollten sich bei tollem Fußballwetter das gefühlte „Endspiel“ um die Aufstiegsrunde nicht entgehen lassen.

Dabei hatte es vor 500 Zuschauern zur Pause noch gut ausgesehen. Die Fehntjer, die viermal in Serie gewonnen hatten, führten nach 45 Minuten durch einen Treffer von Frank Waden mit 1:0, hätten aber auch mit drei oder vier Toren vorne liegen können.

Ärger um den Ausgleichstreffer

Zudem sorgte der Ausgleichstreffer für Gesprächsbedarf. Nach einem Eckball von David Schiller spitzelte der Ex-TuRaner Janek de Buhr das Leder in Richtung Tor. TuRas Keeper Hendrik Gossmann bekam den Ball noch zu fassen, nach Ansicht des nicht gut postierten Schiedsrichterassistenten allerdings hinter der Linie. Die Fehntjer Proteste halfen nichts, Schiedsrichter Manuel Kramer (Sande) zeigte zur Mitte. Das 1:2 durch Torben Lange in der Nachspielzeit fiel da nicht mehr ins Gewicht. Ein Remis hätte TuRa nur für die Aufstiegsrunde gereicht, wenn Wildeshausen nicht gewonnen (3:1 gegen Werlte) und Frisia Wilhelmshaven (0:0 in Friesoythe) verloren hätte. Bei einem eigenen Sieg wäre TuRa auf jeden Fall unter den ersten Vier gewesen.

Am Einsatz mangelte es TuRa 07 (links Jasper Weber) wahrlich nicht.
Am Einsatz mangelte es TuRa 07 (links Jasper Weber) wahrlich nicht.

TuRas Coach Erhan Colak war zwar vom Ergebnis enttäuscht, aber nicht vom Spiel seiner Mannschaft. „Wir haben vor allem im ersten Durchgang ein tolles Spiel gezeigt, konnten unsere Chancen aber nicht entsprechend nutzen. Ein solches Spiel darf man eigentlich nicht verlieren.“ „Man oft he Match“ war Blau-Weiß-Keeper Benjamin Gommert. Der Ex-Profi und Ex-Meppener verhinderte mit zahlreichen Paraden eine Entscheidung zugunsten der Platzherren vor dem Halbzeitpfiff.

Immer wieder Gommert

Die erste Chance hatten die Gastgeber mit dem böigen Wind im Rücken bereits in der 5. Minute. Ole Eucken bediente Sönke Weßling, der setzte sich energisch durchsetzte und von der Grundlinie zurück auf den Fehntjer Kapitän passte. Doch dessen Schuss aus zwölf Metern parierte Gommert mit einem starken Reflex. Glück hatte der Torhüter in der 13. Minute, als er den Ball vor dem Strafraum nicht richtig erwischte, Matthias Pallentin aber vor Pascal Menken klären konnte.

Zwei Minuten später erlief Menken einen langen Ball, schloss aus 14 Metern ab, scheiterte aber ebenso an Gommert wie in der 17. Minute nach Zuspiel von Waden. Die Gäste kamen danach etwas besser ins Spiel. In der 30. Minute scheiterte Malte Fokken mit dem ersten Papenburger Schuss an Gossmann.

Papenburg nach dem Wechsel stärker

Das verdiente 1:0 fiel in der 33. Minute. Menken tankte sich auf der rechten Seite gegen Niklas Jansen durch, spielte den Ball in die Mitte auf Waden, der das Leder akrobatisch mit der Hacke gegen die Laufrichtung des Torhüters zu seinem 15. Saisontreffer ins lange Eck versenkte. Kurz darauf hätte der Torjäger nachlegen können. Nach Vorarbeit von Felix Douwes konnte er sich aber nicht noch einmal gegen den Blau-Weiß-Schlussmann durchsetzen.

Nach dem Seitenwechsel machte Papenburg mehr Druck und hatte mit dem ersten Angriff eine gute Möglichkeit durch Schiller, der das Fehntjer Gehäuse knapp verfehlte. Dann hatte der Gast Glück, dass Gommert einen Schuss von Waden gerade noch zur Ecke klären konnte.

Rote Karte für Menken

„Wir waren total verunsichert und haben um Gegentore gebettelt. Allein Benjamin Gommert hat uns im Spiel gehalten. Der knappe Pausenrückstand war sehr schmeichelhaft“, sagte BW-Trainer Alo Weusthof.

Die Emsländer kontrollierten nach dem Wechsel das Spielgeschehen. Niklas Papen prüfte Gossmann in der 59. Minute mit einem Aufsetzer aus 25 Metern, ansonsten ließ die TuRa-Abwehr kaum etwas zu, bevor de Buhr in der 73. Minute zum Ausgleich traf. In der 80. Minute sah Menken die Rote Karte, als er in einer Spielunterbrechung mit dem Ball nach Papen warf.

In der zweiten Minute der Nachspielzeit scheiterte Waden dann zum letzten Mal an Gommert, bevor Torben Lange mit dem Abpfiff den Gästesieg sicherstellte.

Westrhauderfehn: Gossmann; Douwes, Möhlmann, Lüpkes, Malchus (78. Weber), Buscher, Ole Eucken (89. Jajan), Hinz (61. Malte Eucken), Weßling, Menken, Waden.

Papenburg: Gommert, Hiller, Korte, Heidelberg (46. Wemken), Jansen, Papen, Schiller (84. Bruns), Fokken, Pallentin (46. Lange), Runde, de Buhr.

Tore: 1:0 Waden (37.), 1:1 de Buhr (73.) 1:2 Lange (90.+4).

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