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„Ein Herz für Ostfriesland“ unterstützt Spenden-Transport nach Polen

 | 14.03.2022 11:58 Uhr  | 0 Kommentare  | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Ivonne Kruse-Schmidt (rechts) nimmt Spenden im Jugendzentrum entgegen. Foto: Ortgies
Ivonne Kruse-Schmidt (rechts) nimmt Spenden im Jugendzentrum entgegen. Foto: Ortgies
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Die Spenden, die das Moormerländer Jugendzentrum gesammelt hat, konnten nicht alle mitgenommen werden. Eine neue Lieferung hat sich nun auf den Weg nach Polen gemacht. „Ein Herz für Ostfriesland“ beteiligt sich.

Moormerland - In den Tagen nach Kriegsbeginn in der Ukraine hatten viele Menschen in Ostfriesland das Bedürfnis zu helfen. Eine Spendenaktion ging von dem Jugend- und Kulturzentrum Phönix in Moormerland aus.

Von Montagmittag, 28. Februar, bis zum Donnerstagabend, 3. März, seien so viele Spenden zusammengekommen, dass diese bei der ersten Tour am vorletzten Freitag nicht alle mitgenommen werden konnten. Dabei waren für den Tag bereits ein Lastwagen und vier Kleintransporter inklusive eines Anhängers im Einsatz. Mit den Hilfsgütern, die dabei nicht mitgekommen sind, haben sich nun am vergangenen Freitag noch einmal zwei Transporter auf den Weg nach Piekar gemacht. „Ein Herz für Ostfriesland“, das gemeinnützige Hilfswerk von Ostfriesen-Zeitung, Ostfriesischen Nachrichten und General-Anzeiger, unterstützte diese erneute Fahrt nach Polen mit 1900 Euro aus den Spendeneinnahmen für die Ukraine. Das Geld wurde für die Fahrtkosten der insgesamt 2000 Kilometer langen Strecke eingesetzt.

Hintergrund

Die Spendenaktion basiert auf der Idee von Lukasz Marcinkiewicz. Seit einigen Jahren lebt er selbst in Moormerland und hat Kontakte zu einer polnischen Hilfsorganisation. Zu dieser Organisation in Piekary Śląskie brachte das Team vom Phönix die Hilfsgüter und hat dies auch weiterhin vor: „Es werden immer wieder Transporter an Wochenenden starten, sobald wir wieder genug Spenden zusammen haben“, erzählt Ivonne Kruse-Schmidt, Geschäftsführerin des Jugendzentrums in Moormerland und Mitorganisatorin der Spendenaktion.

Neue Annahme-Termine sind montags (14. und 21. März) und dienstags (15. und 22. März) im Jugendzentrum Phönix. Außerdem können mittwochs (16. und 23. März) und donnerstags (17. und 24. März) Spenden im Kleinen Kindergarten in Veenhusen abgegeben werden. An den Tagen sind jeweils von 16 bis 19 Uhr ehrenamtliche Helfer vor Ort. Kleidung werde nicht mehr benötigt, betont Kruse-Schmidt. Ausnahme seien neue Unterwäsche, Socken und Schlafanzüge, sowie Mützen, Schals und Handschuhe. Außerdem gern genommen würden unter anderem haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel, Babynahrung, Decken, Schlafsäcke und Isomatten. Auch Medikamente und Verbandsmaterial stehen auf der Spenden-Liste.

So können Sie spenden

Wer ukrainischen Kriegsflüchtlingen helfen möchte, kann das mit einer Überweisung an „Ein Herz für Ostfriesland“ mit der IBAN DE 94 2856 2297 0414 5372 02 (Raiffeisen-Volksbank, Aurich) tun. Bitte geben Sie das Stichwort „Ukraine“ an. Wer nicht möchte, dass sein Name veröffentlicht wird, vermerke das bitte. Eine Spende ist auch per PayPal möglich.

Jeder gespendete Euro wird gemeinnützigen Organisationen zur Verfügung gestellt, die sich um ukrainische Kriegsflüchtlinge kümmern. Es gibt keine Abzüge, die Verwaltungskosten trägt die ZGO. Bei Beträgen ab 199 Euro kann per E-Mail an info@einherzfuerostfriesland.de unter Angabe der eigenen Anschrift eine Spendenquittung beantragt werden.

„Ein Herz für Ostfriesland“ sucht derweil weiterhin gemeinnützige Vereine und Organisationen, die das Hilfswerk unterstützen kann. Senden Sie uns Ihre Vorschläge gern per E-Mail an die Adresse info@einherzfuerostfriesland.de . Es sind bereits einige Vorschläge eingetroffen, die vom Beirat des Hilfswerks gesichtet werden