Hamburg

Wie sich das Netz über Schröders Ehefrau lustig macht

Fiona Lechner
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Von Fiona Lechner
| 11.03.2022 12:50 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Altkanzler-Ehefrau So-yeon Schröder-Kim verteidigt ihren Mann Gerhard Schröder im Netz immer wieder gegenüber der Außenwelt. Nutzer von Twitter und Instagram bilden sich dazu ihre eigene Meinung. Foto: imago images/Sven Simon
Altkanzler-Ehefrau So-yeon Schröder-Kim verteidigt ihren Mann Gerhard Schröder im Netz immer wieder gegenüber der Außenwelt. Nutzer von Twitter und Instagram bilden sich dazu ihre eigene Meinung. Foto: imago images/Sven Simon
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So-yeon Schröder-Kim, die Ehefrau des Altkanzlers Gerhard Schröder, hat ihren Mann in der Vergangenheit immer wieder in der Öffentlichkeit verteidigt. Auf Social Media erntete Schröder-Kim vor allem für ihren aktuellsten Post jede Menge Hohn und Spott.

Der jüngste Instagram-Post von Schröder-Kim zeigt die Altkanzler-Gattin betend vor einem Fenster. Dahinter, dank zurückgezogener Vorhänge deutlich zu sehen: die Moskauer Basilius-Kathedrale. Dass Schröder-Kim ihren Mann zu dessen Gespräch mit Putin begleitet hat, ist keine Überraschung. Ihre gekonnte Selbstinszenierung für Social-Media-Nutzer wohl auch nicht mehr, wie zahlreiche Reaktionen im Netz zeigen.

Unter dem Beitrag postet Schröder-Kim nur ein Emoji mit betenden Händen. Ihr scheinen zu diesem Post die Worte zu fehlen. Nutzer von Twitter und Instagram finden jene dafür zur Genüge.

Ein Twitter-Nutzer beschreibt den Instagram-Post der Altkanzler-Ehefrau vor allem als aufmerksamkeitssuchend. Durchs Netz kursiert zudem die Frage, ob der Altkanzler höchstpersönlich den Kameraauslöser betätigt hat:

Twitter ist bekannt dafür, dass Nutzer sich hier auf kreative und teils satirische Weise über das Weltgeschehen austauschen. So wird die Plattform bereits jetzt von Memes über So-yeon Schröder-Kim überflutet:

Beinahe historisch schätzen Twitter-User das Verhalten der Altkanzler-Ehefrau auf Social Media ein:

Aber nicht nur der neueste Post von Schröder-Kim hat in den vergangenen Tagen im Netz für Furore gesorgt. Auch zu ihrem vorherigen Instagram-Beitrag haben Twitter-Nutzer einiges zu sagen. Hier hatte die Altkanzler-Gattin einen Versuch unternommen, ihren Mann zu verteidigen. Dieser ist allerdings nach hinten losgegangen, denn erneut gerät Schröder-Kim bei Twitter in Verruf. Ihre höflich ausgedrückte Wutrede an den Autor eines Artikels der „Hannoverschen Allgemeinen“ (HAZ) über ihren Mann, kam bei vielen Nutzern gar nicht gut an.

Die Altkanzler-Ehefrau richtete sich direkt an den Redakteur des Zeitungsartikels und wirft diesem vor, gegen Art. 1 des Grundgesetzes verstoßen zu haben. Dabei spielt sie vermutlich auf den dort festgehaltenen Satz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ an. Das Fragezeichen hinter der Überschrift: „Ohne jede Würde?“, scheint Schröder-Kim übersehen zu haben. Im Falle der Überschrift stellt sie auch die Pressefreiheit in Deutschland infrage: „Ich werde mich an den Presserat wenden und prüfen lassen, ob bei allem Respekt vor der Pressefreiheit in Deutschland eine solche den Artikel 1 des GGs offensichtlich verletzende Überschrift angemessen ist“, teilte sie über ihren Instagram-Kanal mit.

Dass Schröder-Kim in ihrem Instagram-Post auf die Pressefreiheit anspielt, bietet Usern in den sozialen Netzwerken die Vorlage, gegen die Altkanzler-Gattin zu stacheln:

Auch die Instagram-Kommentare unter dem Beitrag der 52-Jährigen fallen alles andere als positiv aus. Im Gegenteil: Neben Kritik an dem Post werden immer wieder Fragen laut, wieso Schröder sich nicht selbst äußere und keine Distanz zu Wladimir Putin gewinne.

„Die Überschrift ist eine zulässige Meinungsäußerung“ schreibt ein Rechtsanwalt unter dem Instagram-Post von Schröder-Kim. Darauf folgt ein höflicher Hinweis, dass zurzeit schwerwiegendere Themen die Internet-Welt beschäftigen.

Aber nicht alle Nutzer bleiben angesichts des Beitrags so höflich. „Ist Ihr Mann nicht alt genug sich selber zu äußern??“, fragt ein User in den Kommentaren. „Daraus spricht doch die Verzweiflung“ findet eine Instagram-Nutzerin über den Beitrag von Schröder-Kim.

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