Hilfe für Obdachlose

Betroffene fallen durchs Raster

Katja Mielcarek
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Ein Kommentar von Katja Mielcarek
| 09.03.2022 13:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
In diesen Unterkünften in der Eisinghausener Straße lebten bis 2020 noch Menschen, von denen einige psychisch krank waren. Die notwendige Hilfe haben sie nicht bekommen, sagt Wilfried Gastmann von der Ambulanten Wohnungslosenhilfe. Foto: Wolters
In diesen Unterkünften in der Eisinghausener Straße lebten bis 2020 noch Menschen, von denen einige psychisch krank waren. Die notwendige Hilfe haben sie nicht bekommen, sagt Wilfried Gastmann von der Ambulanten Wohnungslosenhilfe. Foto: Wolters
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Wenn es um Hilfen für Obdachlose geht, teilen sich Stadt und Landkreis die Zuständigkeit. Das ist keine gute Lösung für die Betroffenen.

Dafür, dass Obdachlose ein Dach über dem Kopf haben, ist die Stadt zuständig, dafür, dass sie die oft notwendige Betreuung bekommen, der Landkreis. Das Scheitern dieses Konzepts ist vorprogrammiert – das ist kein Problem, das Leer alleine hat. Menschen vom Rand der Gesellschaft, oft mit psychischen Problemen, bekommen Unterkünfte, in denen sie nicht mehr viel Schaden anrichten können, weil das meiste eh schon in schlechtem Zustand ist. Damit hat die Stadt ihre Schuldigkeit getan. Der Landkreis greift erst ein – falls überhaupt –, wenn er von Problemen erfährt. Aber wer soll sie ihm melden? Die Chance, als Betroffener durch das Raster zu fallen, ist riesig.

Die Autorin erreichen Sie unter k.mielcarek@zgo.de

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