Fußball
Drei Platzverweise beim Firreler Remis in Wilhelmshaven
Eine emotionale Landesliga-Partie erlebte GW Firrel in Wilhelmshaven. Beim 1:1 spielte der Gegner ab der 20. Minute zu zehnt und sah spät noch zweimal Gelb-Rot. Nach Abpfiff gab es eine Rudelbildung,
Wilhelmshaven - Da war eine Menge los im Jadestadion: Beim 1:1 von Frisia Wilhelmshaven gegen GW Firrel am Freitagabend gab es drei Platzverweise (zwei Spieler, ein Co-Trainer) für die Gastgeber und einige Rudelbildungen – die letzte nach dem Abpfiff des emotionalen ersten Nachholspiels der Fußball-Landesliga nach der Winterpause.
Die Firreler mussten sich nach dem Spiel erstmal sammeln. Einerseits wollte Trainer Bernd Grotlüschen seiner Mannschaft nach einer schwierigen Winter-Vorbereitung ein „großes Kompliment“ für die Leistung aussprechen. „Das war super.“ Anderseits trauerte man der Chance hinterher, angesichts von mehr als 70 Minuten in Überzahl keinen Auswärtssieg gelandet zu haben, der Firrel bis auf zwei Zähler an Rang vier und die Aufstiegsrunde herangebracht hätte. So bleibt der Abstand bei noch zwei Partien fünf Punkte auf Frisia (5.). „Ein bisschen sind wir aber noch im Rennen“, sagte Klubchef Johannes Poppen.
Viel Hektik nach Roter Karte
Einmal tief durchatmen mussten er die rund 70 mitgereisten Firrel-Fans nach drei Minuten. Nach einem gut getretener Freistoß von Frisias Tarek El-Ali landete der Ball am Pfosten – Torwart Rene Carstens wäre chancenlos gewesen. Das galt nach 17 Minuten auch auf der anderen Seite, als der sehr agile Samuel Santos da Luz nach einem Konter mustergültig in die Mitte spielte. Doch der Schuss von Manuel Suda ging knapp neben das Tor.
Als dann nach 21 Minuten nach einem weiteren Firreler Konter Frisia-Spieler Niklas Zytur den Firreler Alex Schmidt umriss, entschied Schiedsrichter Per-Ole Wendlandt (Ganderkesee) auf Notbremse und zeigte dem Wilhelmshavener die Rote Karte. Die Frisianer empfanden die Entscheidung als zu hart. Die Partie war fortan und bis zum Schluss von viel Hektik geprägt.
Schlussoffensive ohne zweites Tor
Firrel konnte sich in Überzahl bis zur Pause keine nennenswerte Chance erspielten, musste aber das 0:1 hinnehmen. Nach einem langen Einwurf ließ Stürmer Tim Rister den Ball über den Hinterkopf ins Tor „gleiten“. Seinen robusten Einsatz bewerteten die Firreler als Foul – aber auch ihre Proteste brachten nichts (41.).
Spieldaten
Firrel: Carstens; Schouwer, Steinheuser, Santos da Luz (73. Otto), Suda, Thaden, Härtel (89. Karius), Lücht, Koch, Re. Grotlüschen, Schmidt.
Tore: 1:0 Rister (41.), 1:1 Suda (75.).
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie von vielen Unterbrechungen und Diskussionen geprägt. Firrel gab den Ton an, war aber kaum gefährlich. So brachte eine tolle Einzelleistung von Suda das 1:1 (75.). Das war der Beginn einer Schlussoffensive, die aber nur noch einen Pfostenschuss von Eike Thaden brachte. Die Hektik blieb ständiger Begleiter. Ein Co-Trainer auf der Frisia-Bank sah nach Diskussionen Gelb-Rot, Frisia-Kapitän Melvin Lamberty kurz vor Ende der Nachspielzeit ebenfalls (Zeitspiel/ 93.). Es folgten der Abpfiff, eine Rudelbildung und eine heiße Dusche – zum „Abkühlen“.