GA-Serie „Das Vereinsleben und das Virus“
Fischereiverein Barßel hat von Pandemie profitiert
Angeln kann man allein im Freien. Deshalb war der Fischereiverein Barßel von der Pandemie nicht so beeinträchtigt wie viele andere Vereine. In gewisser Weise profitierten die Angler sogar von Corona.
Barßel- In zwei Jahren will der Fischereiverein, Barßel, der dem Landesfischereiverband Weser-Ems in Oldenburg angehört, sein 100-jähriges Bestehen feiern. Er zählt mit seinen mehr als 1000 Mitgliedern zu den größten Vereinen in der Gemeinde Barßel und beteiligt sich aktiv am Vereinsleben im Gemeindegebiet.
Es sind nicht nur Petrijünger aus Barßel, die als Vereinsmitglied die Angelrute auswerfen, sondern sie kommen fast aus dem gesamten Bundesgebiet. „Das spricht für unsere hervorragenden Gewässer“, sagen Vorsitzender Eilert Büscherhoff und sein Stellvertreter Johannes Fresenborg. Viele Angler würden mit dem Wohnmobil anreisen und für ein paar Tage hier ihrem Hobby frönen.
Treffen im Anglerheim fehlten
Doch Corona hat den Verein getroffen. „Vielleicht nicht so wie bei vielen anderen Vereinen, da wir ja mit der Angelei in der frischen Luft am Ufer oder auf dem Wasser sind, aber trotzdem fehlt uns die Geselligkeit und die Treffen im Anglerheim unmittelbar am Barßeler Tief“, sagt Fresenborg. Auch die Lehrgänge zur Erlangung der Sportfischerei können nicht wie sonst üblich vor Ort abgehalten werden. Es sind immer drei an der Zahl. Alles lief online ab mit Videos. Der praktische Teil fehlte. Dennoch hätte alles geklappt, und die Lehrgangsteilnehmer bestanden allesamt ihre Prüfung. „Nun können sie die Angel auswerfen“, sagt Fresenborg.
Die nächsten Lehrgänge laufen schon wieder an, und die ersten Anmeldungen liegen vor. Aber auf liebgewonnene Veranstaltungen wie das An- und Abangeln, den großen Angelflohmarkt und die Teilnahme am Handwerkermarkt beim Dorfgemeinschaftshaus in Elisabethfehn, musste man verzichten.
Leute entdeckten Angeln für sich
„Gerade beim Markt in Elisabethfehn waren unsere leckeren, frisch geräucherten Forellen der Renner bei den Besuchern. Es ist schade, dass die Veranstaltungen ausfielen, aber uns fehlt auch der persönliche Kontakt zu den Anglern und das Beisammensein. So kann kein Erfahrungsaustausch erfolgen“, stellt Büscherhoff fest. Finanziell hatte der Verein allerdings kaum Einbußen durch Corona.
Die Pandemie habe sogar etwas Gutes für den Verein gehabt: „Wir haben einen Zuwachs an Mitgliedern. Viele ehemalige Petrijünger sind wieder in den Verein eingetreten, und einige Menschen haben die Angelei neu für sich entdeckt. Draußen an der frischen Luft waren die Hygienevorschriften ja nicht so streng, und die Menschen wollten wieder nach draußen“, sagt Johannes Fresenborg.
Termine für Sommer stehen
Der Vorstand hofft, dass bald wieder Veranstaltungen erlaubt sind. „Wir haben auch schon die Terminplanung für den Sommer gemacht“, sagt der Vorsitzende. Nicht unter Corona gelitten hat der Fischbesatz. Der ist wie immer jedes Jahr durchgeführt worden. „Fische kriegen kein Corona“, meint der zweite Vorsitzende süffisant. Stolz ist der Vorstand auf das eigene Vereinsheim mit angeschlossenem Bootssteg im Barßeler Tief. „Das ist unsere Anlaufstelle für die Vereinsmitglieder“, so der Vorstand. Verschont geblieben ist man in Corona-Zeiten Gott sei Dank vor einem Fischsterben. So hoffen Barßels Petrijünger, bald wieder unter normalen Umständen einen kapitalen Fang zu machen.
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