Geschichte
Esterwegen: Gedenkstätte und Kriegsgräberfürsorge kooperieren
Die Stiftung Gedenkstätte Esterwegen und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wollen enger zusammenarbeiten. Dafür wurden mehrere Gründe genannt.
Esterwegen - Die Stiftung Gedenkstätte Esterwegen und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wollen enger zusammenarbeiten. Ziel sei, die historisch-pädagogischen Aus- und Fortbildung zur Thematik der nationalsozialistischen Emslandlager zu intensivieren, teilte die Gedenkstätte am Freitag mit. Dazu wurde am Dienstag (1. März) eine Kooperationsvereinbarung zwischen beiden Vertragspartnern geschlossen.
Im Zentrum der Kooperation stünden der Erhalt und die Entwicklung der Kriegsgräberstätten als Orte des Gedenkens, der Trauer, des Lernens und der Mahnung, hieß es. Außerdem sollen in den Bereichen Kriegsgräberfürsorge, Dokumentation sowie schulische und außerschulische Bildungsarbeit gemeinsame Projekte entwickelt und umgesetzt werden.
Erinnerung an Opfer der 15 Moorlager
Die Gedenk- und Dokumentationsstätte des Konzentrationslagers Esterwegen erinnert an die Opfer der insgesamt 15 Moorlager in der Region. Dort waren von 1933 bis 1945 rund 80.000 KZ-Häftlinge und Strafgefangene und bis zu 180.000 Kriegsgefangene inhaftiert. Die Insassen nannten die Lager „Die Hölle im Moor“. Prominentester Häftling war der spätere Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky. Als Gefangener mit der Nummer 562 litt er dort von 1934 bis 1936.