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Spam-SMS: So schützen Sie sich vor betrügerischen Kurznachrichten

Berit Rasche
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Von Berit Rasche
| 25.02.2022 16:07 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Auf derartige SMS sollten Sie nicht reagieren. Foto: dpa/ dpa-tmn/ Till Simon Nagel
Auf derartige SMS sollten Sie nicht reagieren. Foto: dpa/ dpa-tmn/ Till Simon Nagel
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„Ihr Paket hat Verspätung. Folgen Sie diesem Link“. Wie Sie Ihr Handy vor derartigen Betrugs-SMS schützen und was zu tun ist, sollten Sie den Link zu einer Schadsoftware angeklickt haben, erfahren Sie hier.

Betrüger nutzen zunehmend gefälschte SMS zu vermeintlichen Paketlieferungen, um die Daten auf dem Smartphone Ihrer Opfer auszulesen. Laut „Landeskriminalamt Niedersachsen“ würden über beigefügte Links schädliche Apps installiert, um beispielsweise massenweise SMS an das Adressbuch des Betroffenen zu senden. Sie können aber auch Abofallen beinhalten, wie das Online-Jugendmagazin der „Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfahren“, „checked4you“, berichtet.

Die Nachrichten können laut „Verbraucherzentrale“ dabei sehr vielfältig und mehr oder minder seriös formuliert sein. Rechtschreibfehler könnten demnach ein erstes eindeutiges Indiz dafür sein, dass es sich um eine SMS aus unseriöser Quelle handelt, die sie getrost löschen können.

Diverse Nachrichten-Apps geben die Möglichkeit, nur SMS von gespeicherten Kontakten zu empfangen. Hierfür müssen Sie beachten, Rufnummern von Service-Leistungen Ihres Arztes oder Ihrer Bank einzuspeichern, rät die „Verbraucherzentrale“. Auch durch Spam-Filter könnten dabei helfen, Schad-SMS abzuwehren. Im Extremfall könnte allerdings auch ein Rufnummernwechsel von Nöten sein.

Um Hackern den Zugriff auf Ihre Nummer zu erschweren, sollten Sie Ihre Handynummer so wenig wie möglich teilen. Schad-SMS könne außerdem vorgebeugt werden, indem Sie regelmäßige Updates der Betriebssysteme, Apps sowie Anti-Viren-Programme durchführen. Über Ihren Mobilfunkanbieter können Sie zudem eine Drittanbietersperre aktivieren lassen. Android-Nutzer sollten außerdem einstellen, dass auf ihrem Smartphone keine Apps aus unbekannten Quellen installiert werden dürfen.

Sollten Sie tatsächlich auf ein Paket warten, fragen Sie bei Erhalt einer Bestätigungs-SMS lieber per Telefon oder E-Mail beim Absender bezüglich Zustellungsproblemen nach. Haben Sie den Link in einer Spam-SMS allerdings angeklickt, sollten Sie niemals einer Aufforderung einer App-Installation nachkommen, rät die „Verbraucherzentrale“.

Schalten Sie ihr Handy stattdessen in den Flugmodus und starten Sie es neu. Suchen und löschen Sie daraufhin neu installierte und unbekannte Apps. Gegebenenfalls müssen Sie ihr Handy auf die Werkeinstellungen zurücksetzen. Sichern Sie hierfür zunächst im Flugmodus Ihre wichtigsten Daten.

Sichern Sie außerdem Beweise, um den Vorfall bei der Polizei anzeigen zu können. Dies könnte für Sie relevant werden, sollten durch die Schadsoftware über Ihre Rufnummer automatisierte Massen-SMS versendet werden und daher Kosten bei Ihrem Mobilfunkanbieter entstehen. Sollte dieser trotz Nachweis über eine Strafanzeige weiterhin auf die Begleichung der Kosten durch Sie bestehen, können Sie sich an die Bundesnetzagentur oder Ihre Hausratsversicherung wenden.

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