Osnabrück
„Konzert bei Kerzenschein“ vergleicht Musik der 20er Jahre
Die 20er Jahre verschiedener Jahrhunderte direkt gegenüber gestellt: Eine sehr bunte Mischung erprobt der Deutsche Tonkünstlerverband Osnabrück in seinem neuen Konzept am Osnabrücker Ledenhof.
Die 20er Jahre in der Musik: Eine schier unglaubliche Vielfalt der Stile zwischen Charleston und Operette. All das wird in einem „Konzert bei Kerzenschein“ zu hören sein. Doch das ist noch längst nicht alles, schließlich gab es 20er Jahre nicht nur im 20. Jahrhundert. Wie klangen die 20er denn hundert Jahre zuvor? Wie 200 Jahre? Und wie klingen ganz aktuell „unsere“ 2020er?
Am 13. März wird diese sicher spannende musikalische Zeitreise zu erleben sein, die sich stilistisch sozusagen von Barock bis Rock erstreckt. Diese Vielfalt wird möglich, weil sich mehrere Mitglieder des DTKV Osnabrück das Konzert teilen. Der DTKV (Deutscher Tonkünstlerverband) ist ein Berufsverband für Musikerzieher, konzertierende Künstler und Komponisten.
Das Konzept soll bei künftigen Konzerten fortgesetzt werden, jeweils ein Jahrzehnt in verschiedenen Jahrhunderten genauer unter die Lupe genommen werden. Diese Idee hatte die Pianistin Julia Habiger-Prause eigentlich schon vor mehreren Jahren, umgesetzt wurde sie aber nie. Katrin Remmert, ihre Nachfolgerin als Vorsitzende des DTKV Osnabrück, griff den Vorschlag nun aber auf: „Ich bin so wahnsinnig froh, dass das endlich mal stattfindet“, sagt Habiger-Prause. Das Konzept sei „eine interessante Mischung und ein neuer Blickwinkel, um ein Konzert zu gestalten“, fügt Remmert hinzu. „Man könnte sagen, Beethoven trifft sich mit Louis Armstrong und Heitor Villa-Lobos zum Tee.“
Eine „sehr ausgefallene, sehr charmante Idee“ sei das, sagt auch Susanne Tauss vom Landschaftsverband Osnabrücker Land, und somit eine gute Begründung für eine finanzielle Unterstützung. In diesem Fall wurde die Förderung im Rahmen eines Corona-Hilfsprogrammes des Landes ermöglicht, das der Kultur unter dem Motto „Niedersachsen dreht auf“ nach der Zwangspause wieder auf die Beine helfen soll. Tauss erklärt: „Der Gedanke dahinter war natürlich: Wie kann man Künstlerinnen und Künstlern helfen, dass sie wieder auftreten können.
Und eigentlich ging es darum, Veranstaltern die Möglichkeit zu geben, Leute zu engagieren, die Kultur machen. Wir haben da erhebliche Mittel ausgegeben, und hier fördern wir mit 3175 Euro.“ Katrin Remmert kennt die Probleme von Musikern während der Corona-Einschränkungen: „Die letzten zwei Jahre waren nicht leicht, daher sind wir sehr glücklich, den Landschaftsverband für die Umsetzung des Konzertes mit an Bord zu haben.“
Das Konzert beginnt am 13. März um 18 Uhr im Ledenhof. Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden und eine vorherige Anmeldung per E-Mail an juliahabiger@aol.com oder unter 0170 5446819 gebeten.