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Hunde bleiben auf dem Leeraner Wochenmarkt verboten – vorerst

Katja Mielcarek
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Von Katja Mielcarek
| 17.02.2022 14:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Diese Schilder wurden vor kurzem an den Eingängen zum Wochenmarkt in Leer aufgestellt. Allerdings sind sie schon wieder weg, da sie fehlerhaft waren. Foto: Wolters/Archiv
Diese Schilder wurden vor kurzem an den Eingängen zum Wochenmarkt in Leer aufgestellt. Allerdings sind sie schon wieder weg, da sie fehlerhaft waren. Foto: Wolters/Archiv
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Im Juni entscheidet, die Politik, ob Hunde auf den Leeraner Wochenmarkt dürfen. Falls die Vierbeiner freie Bahn bekommen, hätte das aber Folgen für die Marktbeschicker.

Leer - Es bleibt dabei: Hunde dürfen nicht auf den Leeraner Wochenmarkt. Genau genommen ist das schon seit Ewigkeiten so. Geregelt ist das in der Gefahrenabwehrverordnung, die der Leeraner Rat gerade erst im Dezember bestätigt hat – ohne Gegenstimme. Dass die Diskussion in Leer in den letzten Wochen Fahrt aufgenommen hat, liegt an dem Schild, das vor einigen Wochen plötzlich am Eingang zum Wochenmarkt auftauchte und an das Hundeverbot erinnerte.

Die Stadtverwaltung habe es auf Wunsch einiger Marktbeschicker aufgestellt, sagt Bürgermeister Claus-Peter Horst (parteilos) auf Anfrage. Mittlerweile ist es schon wieder verschwunden, nicht aber weil sich etwas an der Rechtslage geändert habe, sondern weil der Stadtverwaltung eine Panne passiert sei, so Horst. Das Schild war „unterschrieben“ mit „Die Marktleitung“. Das sei falsch, eigentlich hätte es heißen müssen „Der Bürgermeister“, sonst habe es keine Rechtswirkung. „Und wenn es keine Rechtswirkung hat, kann es weg“, so der Bürgermeister.

Politik entscheidet im Sommer

Ob es auf Dauer bei einem Hundeverbot auf dem Wochenmarkt bleibt, liegt zunächst in den Händen der Mitglieder des Feuerwehr- und Marktausschusses, der Mitte Juni tagt und das Thema diskutieren wird. Die allerletzte Entscheidung hat dann der Rat der Stadt.

Eine Entscheidung für Hunde auf dem Wochenmarkt hätte aber wohl gravierende Folgen für die Marktbeschicker, sagt Horst. Das Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung, das die Stadt um eine Einschätzung gebeten hatte, habe zwar keine grundsätzlichen Bedenken zu Vierbeinern zwischen den Ständen geäußert. „Aber es hat mitgeteilt, dass dann die Stände so angepasst werden müssten, dass die Lebensmittel von den Hunden nicht mehr erreicht werden könnten“, so Horst. Mit welchen Vorgaben man das im Falle eines Falles sicher regeln könne, müsse man dann sehen.

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