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Statistik: So viele Europäer sind verheiratet, vergeben oder single

Fiona Lechner
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Von Fiona Lechner
| 14.02.2022 16:27 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Eine Statistik zeigt, in welchem europäischen Land die meisten Menschen verheiratet sind. Foto: imago images/YAY Images
Eine Statistik zeigt, in welchem europäischen Land die meisten Menschen verheiratet sind. Foto: imago images/YAY Images
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Liebe liegt in der Luft - nicht nur am 14. Februar, sondern Tag für Tag. Eine Statistik vergleicht den durchschnittlichen Beziehungsstatus in den europäischen Ländern.

Anbieter von Blumen, Pralinen oder Grußkarten dürften sich freuen: Eine Umfrage der Statista Global Consumer Survey, zeigt, dass 61 Prozent der Deutschen in einer Beziehung sind. Unter den 28 Prozent Singles unter den Befragten, dürften sich jedoch sicherlich auch einige befinden, die ihr Herz bereits verschenkt haben oder auf dem besten Weg dahin sind.

Die Norm ist jedoch das Leben in einer Partnerschaft, wie die folgende Grafik zeigt. Spitzenreiter in Sachen Heiraten ist Polen mit einer Ehequote von 45 Prozent. 25 Prozent der Befragten sind hier außerehelich liiert. Den höchsten Anteil an Singles hat dagegen das Vereinigte Königreich. 31 Prozent der Befragten haben die große Liebe noch nicht gefunden zu haben, oder sind aus anderen Gründen lieber Single.

Die Grafik zeigt, wie viele Menschen in Deutschland, im Vergleich zu sieben weiteren Ländern, in einer Beziehung sind oder bereits geheiratet haben. Aber auch Singles berücksichtigt die Statistik. Im Vergleich zu anderen Ländern wie Spanien oder Österreich sind in Deutschland verhältnismäßig wenige Menschen fest gebunden und vergleichsweise viele leben nicht in einer Beziehung oder Ehe.

Im Vergleich zu einigen Nachbarländern, sind nicht allzu viele Deutsche zwischen 18 und 64 Jahren verheiratet. Vielleicht ist einer der Gründe dafür, dass etwa jede dritte Ehe wieder geschieden wird. Im Durchschnitt hält eine Ehe in Deutschland 14,7 Jahre. Auch das Heiratsalter steigt immer weiter an - in Deutschland gleichermaßen wie auf der ganzen Welt.

So sind Frauen in Deutschland, laut statistischem Bundesamt, im Durchschnitt 32 Jahre alt, wenn sie zum ersten Mal heiraten. Männer sind währenddessen bei der Eheschließung durchschnittlich 35 Jahre alt. Während des ersten Pandemie-Jahres ist die Zahl der Eheschließungen allerdings zurückgegangen.

Während 2019, laut Statista, in Deutschland 416.324 Ehen geschlossen wurden, waren es 2020 nur 373.319. Dies könnte mit den mangelnden Möglichkeiten zu tun haben, eine Feier auszurichten. Auch die kirchlichen Trauungen haben in den vergangenen Jahren abgenommen. So ließen sich laut einer Online-Umfrage im Jahr 2020 94 Prozent der Befragten standesamtlich trauen, 16 Prozent der Paare heirateten kirchlich, 8 Prozent entschieden sich für eine freie Trauung.

Man könnte denken, dass besonders viele Menschen den 14. Februar als Tag der Liebe nutzen würden, um den Bund der Ehe zu schließen. Das stimmt allerdings nicht. Denn laut Daten des Statistischen Bundesamtes, lassen sich nur 3,5 Prozent der Paare im Februar trauen. Damit zählt dieser sogar zu den unbeliebtesten Heiratsmonaten. Am liebsten heiraten die Deutschen immer noch in den Sommermonaten von Mai bis September, wobei der August der beliebteste Monat für eine Trauung ist.

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