Corona-Kontaktverfolgung per Handy

Weg mit der Luca-App!

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Ein Kommentar von Daniel Noglik
| 12.02.2022 09:33 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Noch ist die Luca-App in Niedersachsen im Einsatz. Archivfoto: Soeder/DPA
Noch ist die Luca-App in Niedersachsen im Einsatz. Archivfoto: Soeder/DPA
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Die Luca-App hat Niedersachsen bisher drei Millionen Euro gekostet. Gebracht hat sie in Ostfriesland nicht viel. Andere Länder verlängern ihr Abo nicht – und Niedersachsen sollte nicht länger zögern.

Die Luca-App hat Niedersachsen drei Millionen Euro gekostet – mit Blick auf Ostfriesland nicht das am besten investierte Geld. In der Gastronomie wurde die -App bei ihrer Vorstellung gefeiert: Sie versprach das Ende der Zettelwirtschaft bei den Gäste-Daten und ganz viel Sicherheit – weil das Amt bei Infektionsgeschehen einen Überblick über alle Gäste bekommen konnte. So weit die Theorie. In der Praxis zeigen die Zahlen von Behörden, dass das Ganze eine ziemliche Luftnummer war. Und: Gerade jetzt, wenn die Ämter die Kontaktverfolgung längst aufgegeben haben, ist die Corona-Warn-App (CWA) die deutlich bessere Wahl.

Damit die CWA warnt, braucht es kein Amt als Mittler zwischen infizierter und zu warnender Person. Wer sein positives Testergebnis bekommt, packt es per TAN in die App – und warnt automatisch alle Kontakte. Das funktioniert freilich nur, wenn Labor und Amt das Ergebnis schnell genug schicken, doch das betrifft alles, was mit der Pandemie-Eindämmung zu tun hat. Auch mit der CWA kann man in Restaurants einchecken, mit dem Vorteil, dass sie kein Handy-Netz benötigt. Es ist unverständlich, warum die Landesregierung noch zögert: Weg mit der Luca-App, wir können eine Menge Geld sparen.

Den Autor erreichen Sie unter d.noglik@zgo.de

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