Fußball
Droht Kickers im „Fall Nikky Goguadze“ noch Ungemach?
Der ungeimpfte Spieler Nikky Goguadze ist beim Fußball-Oberligisten Kickers Emden gar nicht mehr im Kader, aber weiterhin ein Thema. Ärger könnte durch einen Einspruch des Heeslinger SC drohen.
Emden - Der Fall stammt noch vom Anfang der Saison und ist bislang immer noch nicht abgeschlossen. Kurz vor dem Start der Aufstiegsrunde zur Fußball-Regionalliga im März hoffen die Vereine nun auf eine endgültige Klärung. Verbandssportrichter Jörg Firus erklärte gegenüber unserer Zeitung, dass er den Klubs am Dienstagabend die schriftliche Begründung im „Fall Nikky Goguadze“ zuschicken möchte.
Der Stürmer von Kickers, mittlerweile haben sich die Emder vom ungeimpften Angreifer getrennt, hatte bekanntlich im Halbfinale des Ostfriesland-Cups (3.8.) die Rote Karte gesehen. Daraufhin wurde er vom Kreis Ostfriesland aber nicht gesperrt und stand für Kickers zum Anfang der Spielzeit beim Auftaktsieg in Heeslingen (2:1) als auch beim Heimsieg gegen Rotenburg (2:1) in der Startformation.
Kein Emder Fehlverhalten
Heeslingen legte Protest gegen die Spielwertung ein. Das Verbandssportgericht unter der Leitung von Jörg Firus kam zu dem Urteil, dass den Emdern kein Fehlverhalten vorzuwerfen sei und beließ es bei der ursprünglichen Wertung. Die Beschlussfassung ist den Vereinen im September dann auch zugegangen, doch bisher warten die Klubs noch auf die schriftliche Begründung. Nur mit dieser wäre es Heeslingen dann auch möglich, noch in die Berufung zu gehen.
Verbandsrichter Firus war schwer erkrankt, konnte daher die schriftliche Begründung bisher noch nicht fertigstellen. Heeslingens Sportlicher Leiter, Carsten Schult, wandte sich daher bereits an Firus‘ Stellvertreter und die höhere Instanz - aber ohne Erfolg. „Wir haben ja vollstes Verständnis, dass es bei einer schweren Erkrankung zu Verzögerungen kommen kann. Aber es muss doch möglich sein, dass sich nach so langer Zeit ein Stellvertreter um den Fall kümmert“, meinte Schult.
Heeslingen macht sich jedenfalls nach wie vor Hoffnung, doch noch die Punkte aus der Heimniederlage gegen Kickers Emden zu bekommen. „Wenn uns das Urteil zugeht, werden wir es natürlich mit unserem Rechtsbeistand prüfen. Dann entscheiden wir, ob wir noch einmal in die Berufung gehen“, so Schult. Nach Zustellung würde den Heeslingern eine Woche lang Zeit bleiben. Firus hatte schon vor Monaten erklärt, dass für ihn der Fall eindeutig sei und er einem Einspruch keine großen Chancen einräume.