Serie „Das Vereinsleben und das Virus“
Gemeinschaftsgefühl in Barßel ist ungebrochen
Der General-Anzeiger taucht in die vielfältige Vereinswelt der Saterländer und Barßeler ein und erkundet, wie sehr das Corona-Virus den Vereinen bisher zugesetzt hat. Diesmal: die Schützengilde in Barßel.
Barßel - Die Corona-Pandemie hat das Vereinsleben in den vergangenen zwei Jahren fast komplett lahm gelegt. Keine Versammlungen, keine Treffen, keine Feste. So war es auch bei der Schützengilde Barßel. „In den vergangenen zwei Jahren war es schwierig, irgendwelche Veranstaltungen durchzuführen. Ob Winterball, Osterfeuer, Monatsschießen oder Pokalschießen. Das war sehr bedauerlich. Insbesondere das beliebte traditionelle Schützenfest und das damit verbundene Königsschießen konnte nicht stattfinden“, sagt Gilde-Präsident Michael Nitschke.
Dank seiner Vereinstreue habe das Königspaar Ursel und Anton Meinerling zur Stange hegalten und habe die Majestätenwürde über die bisherige Corona-Zeit inne. „Auch die Mitglieder sind uns treu geblieben. Wir hatten keine Austritte“, berichtet der Präsident.
„Für die Kinder war es bedauerlich“
Leider sei aber auch das beliebte Monatsschießen ausgefallen. „Sehr bitter, denn es sind immer nette Zusammenkünfte“, so Nitschke. Getroffen habe man sich aber immer dann, wenn Lockerungen in der Pandemie angesagt gewesen seien. Allerdings sei das jeweils nur von kurzer Dauer gewesen. Besonders habe aber auch die Jugendarbeit unter der Corona-Pandemie gelitten. „Für die Kinder war es bedauerlich, wo wir doch ausdrücklich Wert auf die Nachwuchsarbeit gelegt haben“, erklärte der Präsident.
Im Verein gebe es jedoch immer etwas zu tun. So wurde die Zeit genutzt, um Renovierungen und Sanierungen am vereinseigenen Schützenhaus durchzuführen. Auch sämtliche errungenen Pokale seien auf Hochglanz poliert worden. Finanziell habe die Gilde bisher keinen Schaden erlitten. Zwar fehlten gewisse Einnahmen, aber dafür seien auch die Kosten gesunken.
Klappt es mit dem Winterball im März?
Michael Nitschke: „Wir haben in den vergangenen Jahren gut und sparsam gewirtschaftet, so dass wir finanziell in Corona-Zeiten gut über die Runden gekommen sind. Durch die Absage des Schützenfestes gab es sicherlich für Schausteller oder Zeltbesitzer Probleme. Das ist leider die Nebenwirkung eines Festausfalls.“ DIe Schützengilde erziele keine großen Einnahmen bei dem Volksfest. Es koste nur. Aber es sei ja „für unsere Schützen“.
Für das jetzige Jahr rechnet der Präsident aber damit, das Schützenfest Anfang Juli wieder durchführen zu können. Auch ihren Winterball möchte die Gilde noch im März feiern.
Einige haben ihre Boote gar nicht erst zu Wasser gelassen
Schützen nutzen im Fleißmodus die Corona-Zeit
Gilde feiert wieder Schützenfest
Alles im grünen Bereich bei der Schützengilde
Besonders stolz ist Barßels Gilde-Präsident auf den Zusammenhalt der Schützinnen und Schützen während der Pandemie. Das Gemeinschaftsgefühl sei immer noch da, auch wenn man sich nicht mehr treffen darf. „Unseren aktiven Schützen fehlen natürlich die Sozialkontakte. Man kann sich nicht mehr beim Schießen untereinander austauschen. Das fehlt vielen. Insbesondere auch bei denen, die durch den Schießsport eng befreundet sind, so Nitschke.