Handel mit Aktien
Aktienhandel bleibt ein Restrisiko
Auf der Suche nach Anlagealternativen investieren Anleger im Niedrigzinsumfeld Rekordsummen in börsengehandelte Indexfonds. Aber Vorsicht: Auch ETFs sind kein Wundermittel der Finanzmärkte.
Der Ansturm auf börsengehandelte Indexfonds (ETFs) ist so groß wie nie. Einer Studie zufolge hielten Privatanleger zum Jahresende fast 150 Milliarden Euro in ETFs. Das zeigt: Die Menschen ändern ihr Anlageverhalten – und das ist gut so. Mittlerweile merken immer mehr, dass die Rente nicht reichen wird. Und Fakt ist, dass Alternativen zur Aktie unattraktiv bleiben. Die Lage bei Bankkonten und kurzfristigen Einlagen hat sich komplett verändert, stattdessen müssen sich Kunden mit Strafzinsen auseinandersetzen. Staats- und Unternehmensanleihen, jahrzehntelang ein Garant für zumindest etwas höhere Renditen als auf dem Sparbuch, sind angesichts der derzeitigen hohen Inflationsraten ein sicheres Verlustgeschäft. Immobilien schließlich sind bereits rasant im Wert gestiegen, binden obendrein langfristig das Kapital und bergen neben Verwaltungsaufwand für den Durchschnittsanleger mit einem einzigen Haus ein großes Klumpenrisiko.
Aber Vorsicht: Auch ETFs sind keine Wundermittel der Finanzmärkte, sondern ein Investment an der Börse, das immer mit Risiken verbunden ist. Umso wichtiger ist es, erstens nur zu kaufen, was man versteht, zweitens nur Geld zu investieren, auf das man mittelfristig nicht angewiesen ist, und drittens langfristig zu investieren. Andernfalls gilt schnell die bewährte Börsenweisheit: „Hin und her macht Taschen leer.“
Die Autorin erreichen Sie unter mantel@zgo.de